A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 1. - 1958 (Nyíregyháza, 1960)
Csallány Dezső: Awarische Funde des Komitates Szabolcs-Szatmár
gräbern sind immer nur Pferdekopf und Fussknochen, auch wenn Pferdegeschirr mitgegeben wird, vorhanden. Einzelne Typen der Riemenbeschläge leben nicht nur in Presstechnik, sondern auch in Bronzeguss weiter. Der Fundbestand der Greifen- und Rankengruppe ist in unserem Museum etwas mangelhaft vertreten. Es fehlen hier weitgehende Nachforschungen auf den Fundplätzen. Die charakteristische Hinterlassenschaft der vorangehenden beiden Zeitabschnitte setzt sich auch in dieser dritten Periode fort. Die Gürtelbeschläge werden nicht als Zieraten, sondern als für praktische Zwecke dienende Hängeglieder verwendet. Hauptmotive dieser Bronzegüsse sind Greifenfigur, Ranke und seltener Bandgeflecht. Die Spuren des Awarentums lassen sich bis zum Ende des IX. Jahrhundertes verfolgen (Záhony). Es kommen aber auch vereinzelte awarische Stücke, die die ungarische Landnahme überlebten, vor. Die gemischte Bevölkerung der Frühawarenzeit, bestehend aus awarischen, sarmatischen und kutrigur-bulgarischen (-hunnischen) Elementen, scheint als uniformisiertes Awarentum der Greifen- und Rankengruppe weiterzuleben und bis zum Zeitpunkt der ungarischen Landnahme zu bestehen. Dezső Csallány 85