Somogyi Múzeumok Közleményei 2. (1975)
Tanulmányok - Bakay Kornél: A X-XI. századi magyar köznép temetkezési rendjének egyik változata
A MAGYAR KÖZNÉP TEMETKEZÉSI RENDJE 47 EINE VARIANTE DER BESTATTUNGSORDNUNG DES UNGARISCHEN GEMEINEN VOLKES IN DEN 10. UND 11. JAHRHUNDERTEN Die neue Methode der Analyse von Gräberfeldern, welche urspünglidh mit dem Nomen von G y u I a László verknüpft war, führte zu beachtenswerten Veränderungen im der europäischen Archäologie. Die Lage der Gräber umd die Grabbeigaben bilden die Grundlage dieser Methode von Gräberfe'ldatnalysen, die heute bereits als traditionell bezeichnet werden kann. Auf diese Weise wird versucht, gesellschaftliche und soziaile Schlüsse zu ziieihen. In den ungarisdhen Gräberfeldern der 10. und 11. Jahrhunderte konnten mehrere Bestattungstypen abgesondert werden : die Gräberfelder mit wenigen Gräbern wurden als Gräberfelder von Grossfamilien erkannt, grosse Gräberfelder im it bunderten Grälbern des gemeinen Volkes hingegen wurden als sog. Reihenbestattungen bezeichnet. Die Analyse der Gröberfelder des ungarischen gemeinen Volkes wird äusserte erschwert durdh den Umstand, dass die Gräiber sehr wenig Beigaben enthalten, Ibzw. das s diese Beigaben im eisten s dharaicterlose Körpersdhimudke sind. (Harringe, Fingerringe, Armringe, Oseniknöpfe, Sahnalilen, usw.) Die modernen chemisch-se rologisdhen und anthropölogisdhen Untersuchungen ermöglichen nun auch eine ganz andere Art archäologischer Analysen, lim Ergebnis dieser Untersuchungen ikosmnte imon ineben dem Gesdhlecht und dem genauen Alter der Bestatteten auch ihre Blutgruppe feststellen, und verschiedene dhronoilogische Gruppen Hessen sich absondern. Im Besitz dieser Angaben (konnten reale Zusammenhänge zwisdhen den Gräbern erkannt werden. Mit anderen Worten : Es wurde klar, dass die Reibenbestattungsordmung, die mon aufgrund der traditionelilen Anailysen zu enkeninen wähnte, eigentlidh gar nicht existiert hatte, da die Gräiber in Wirikliidhkeit Gruppen bilden. Diese Gruppen sind meistens familiäre 'Einheiten. Jede Familie besass ihren eigenen Bestattung s platz, lim Besitz dieser Angaben ikann festgestellt werden, dass da's iand nehmende Ungartum aus imonogaimisdhen Familien einheitein bestand. Heute ist noch nicht 'klar zu erkennen, ob die Familien in Gentilornung oder in Dorfgemeinschaften lebten. Anhand der Gesetzte der 11. und 12. Jahrhunderte ikann man vielleicht eher daran denlken, dass die ikleinen Siedlungen es waren, die Gemeinschaf ten bildeten im Leben und auch im Tode. Die dhemisdhen Untersuchungen sind vorläufig nur im engen Kreis verbreitet. Es sind also weitere Forschungen erfordere ah, um diese jüngsten Erkenntnisse bekräftigen zu tennen. Kornél Bakay