L. Kapitány Orsolya: Somogy megye népmüvészete, 2001
Német nyelvű rezüme (Kovács Renate)
dung immer reicherer Verzierungen kann, angefangen von einfachen Blumenmustern bis zur fast völligen Bedeckung der verzierbaren Oberfläche gut verfolgt werden. Grundlage der Analyse waren die Komposition der Verzierungen, die Ausnutzung der verzierbaren Fläche und der Schnitt. Diesem Gesichtspunkt entsprechend unterscheiden wir mehrere Verarbeitungstypen. Mit Pelzbesatz und Stickerei zugleich verziert ist nur ein kleiner Schafpelz für Frauen, „kissuba" erhalten und nur ein von Archivbildern bekannter Schafpelz für Männer. Die Erforschung der Kürschnerarbeiten im Komitat Somogy konnte nur in wenigen Fällen auf solche offenkundigen Fragen Antwort geben, wie zum Beispiel: wie ist die territoriale Verbreitung der vorgestellten Typen, gibt es unter ihnen eine geschichts- und entwicklungsbezogene Reihenfolge, unter welchen Umständen wurden sie getragen und so weiter. Trotzdem gebührt dem Komitat Somogy ein besonderer Platz unter den Kürschnerarbeiten Ungarns. Deren Berechtigung beweisen die reiche Verzierung, die mannigfaltigen Typen, die Vielfalt an Motiven und Kompositionen der auffindbaren Stücke. 17. Kroatische Frauen aus Lakácsa in kurzen Jacken und Pelzjacken. RRMF3690. Aufnahme von Sándor Gönyey Ebner, 1926. László Torma Varianten der bäuerlichen Trachten des XVIII-XX. Jahrhunderts im Komitat Somogy Berichte aus dem späten Mittelalter bezeugen, dass sich einzelne Schichten der im Komitat lebenden Fronbauern in dieser Zeit besser kleideten, als jene im XVIII. Jahrhundert. Bei ihrer Oberbekleidung finden wir auch ausländische Stoffe und Tuche. Ihr Schmuck und die Metallverzierungen an ihrer Bekleidung zeugen von dem Reichtum der ungarischen Metallkunst ihrer Zeit. Die Entfaltung, Verbürgerlichung nach der großen, durch die Türkenherrschaft verursachten Verarmung begann in einzelnen Gegenden schon gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts, in anderen erst ab Mitte des XIX. Jahrhunderts. Die schlechten Straßen des Komitats, die größere Entfernung von den Handelszentren verstärkte noch die Isolierung der hier Lebenden. Berichte aus dem Anfang des XIX. Jahrhunderts beschrieben die Bekleidung der Somogyer als einfaches 525