L. Kapitány Orsolya: Somogy megye népmüvészete, 2001

Német nyelvű rezüme (Kovács Renate)

den „Szűr"-Tuchmantel an. Die Studie beschäftigt sich hauptsächlich mit dem langen „SzuV'-Tuchmantel. Unter diesen wurde im Verlauf der Analyse, dem Charakter des Bandes entsprechend das Hauptaugenmerk bei der Festkleidung auf den den Charakter der Männertracht bestimmenden verzierten „Szűr"-Tuchmantel gelegt. Historischen Quellen und den Volkskunst- Daten-und Materialsammlungen nach scheint es auf dem Gebiet der „Szur"-Tuchmanteltracht eine enge Beziehung zwischen den west-, mittel- und südtransdanubischen Gebieten gegeben zu haben. Im XIX. Jahrhundert gab es gleichzeitig dreierlei lange „Szűr"-Tuchmanteltypen: den sowohl angezogen als auch um die Schulter gelegt zu tragenden, oft mit Kapuze versehenen und dem Schnitt des bürgerlichen Mantels ange­passten „Szűr"-Tuchmantel (Abb. 14-15), den pelerinartigen runden „Szűr"-Umhang (Abb. 17-18) sowie den prächtigsten, den sog. verzierten „Szűr"-Tuchmantel (Abb. 8-11). Durch die Verbreiterung der Seiteneinsätze wurde er so weit , dass er nur über die Schulter geworfen getragen werden konnte. Die Ärmel wurden immer kürzer, deshalb wurden sie mit der Zeit mit runden Tuchstücken geschlossen. Der nach hinten liegende viereckige Kragen wurde immer größer, während der „Szűr" selbst kürzer wurde. Seit Ende des XVIII. Jahrhunderts verstärkten sich die Verzierungen immer mehr. Neben der Verwendung von Verzierungen, die auf weißem Untergrund den Strukturlinien folgten, war unter den transdanubischen „Szűr"­Tuchmänteln die Besonderheit des Somogy er „Szűr" die reiche, farbenprächtige Stickerei. Seine vollendete Form erreichte er in den 1870-1880er Jahren, als nach der Aufhebung der behörd­lichen Verbote die „Szur"-Schneider nach Standardmaßen arbeiteten und die in großen Mengen gefertigten Mäntel frei auf dem Markt verkauften. Der ebenfalls aus dickem, groben Tuch gefertigte „Szur"-Dolman wurde nach dem Muster des aus dünnem dunklem Tuch genähten Dolman angefertigt. Der „Szur"-Dolman wurde schon Mitte des XIX. Jahrhunderts, der verzierte „Szűr"-Tuchmantel zur Jahrhundertwende des XIX-XX. Jahrhunderts aus den Trachten verdrängt, da infolge des Modewechsels die Dorfbewohner dem bürgerlicheren Ge­schmack entsprechend die feineren, in der Fabrik hergestellten Tuche und dunklere Farben sowie verhaltenere Verzierungen bevorzugten. Unter den Produkten aus dünnem Tuch gab es auch hier die landesweit getragenen dunkelblauen oder schwarzen Hosen, Westen, Dolman, kurze Jacken (Abb. 22-23), daneben als Somogyer Besonderheit die Csökölyer weiße 523 15. Mann aus Csököly im „Szűr"- Tuchmantel. RRM F 2475. Aufnahme von Sándor Gönyey Ebner, 1926.

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