L. Kapitány Orsolya: Somogy megye népmüvészete, 2001
Német nyelvű rezüme (Kovács Renate)
des Sarkophags bewahrten sie mit einem Deckel in Form des Hausdaches, darauf vier abstehende Griffe. Die gezimmerten Truhen mit Kerbschnittverzierung und zum Teil dunkelblauer Bemalung aus Südsomogy und Südbaranya repräsentieren das hohe Niveau der gleichen Herstellergruppe. Unter den von Tischlern gefertigten Truhen spielten in der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts die Arbeiten der Komáromer Meister neben denen der einheimischen Meister eine wichtige Rolle. Im inneren und äußeren Somogy fertigten die ungarndeutschen Tischler Möbelensembles mit blauer Grundfarbe an. In den südlichen Somogyer Gebieten unterscheiden wir von 1830-1880 drei Perioden des Blumenverzierungsstils der den Csökölyer Tischlern zugeschriebenen Truhen. Aber auch andere Tischlerzentren lieferten Truhen, z.B. die aus Kanizsa, Csurgó, Muraközi u.a. Bei der Blumenverzierung der Truhen von ungarischen Gruppen herrschten bis zu den 1860-er Jahren spätgotische bzw. an die Renaissance erinnernde Motive, eine straffe Komposition von Blumensträußen in italienischen Krügen vor, später wurden die Darstellungen freier und zeigten Einwirkungen des Biedermeierstils, eventuell des klassizistischen Stils. Bei den nach den Truhen folgenden Kommoden, den sublat oder sifonér, den kdszli mit Türen und Schüben wurde allgemein die Blumenbemalung nicht mehr verwendet, sie wurden einfarbig bemalt oder lackiert. Bei den Ungarndeutschen wurden auch die in den 1830er Jahren schon vorhandenen Schränke, Bänke, Wiegen und Betten mit Blumen verziert, sie wiederspiegelten damit die Einflüsse der verschiedenen Stilrichtungen, den Motivschatz und die Formen des Barock, Biedermeier und Klassizismus. Die Kroaten aus dem Gebiet um Buzsák bewahrten auf ihren Möbeln die Blumenverzierungen auf schwarzem Grund. Intarsien kamen bei den Bauernmöbeln seltener vor. Im Somogy gab es eine außerordentlich breite Palette an von Hausgewerblern und Tischlern gefertigten Stühlen. Judit Knézy Töpferarbeiten 7. Innenansicht einer Küche. Zselickisfalud, 1931. Aufnahme von Sándor Gönyey Ebner. Mit ihren Ofen und allerlei Tongut hätten die im Komitat lebenden Hafner, sog. gelencsér die Einwohner gut versorgen können und auch noch einen Teil der Gebiete jenseits der Drau. Aber die vor Ort vorhandenen Tonarten waren nicht von bester 519 8. Teil der Kammer des Csökölyer Wohnhauses im Szennaer Skansen.