Kemény Zoltán: Dunántúli tárlat, 1981
nicht abschrecken, vielmehr wünschte sie auch hiedurch antreiben, damit sie sich nächstemal um die Anteilnahme mit zu dem Niveau des Ausstellungsforums und nicht zuletzt zu ihrem eigenen Talent würdigeren Werken bewerben. Die Sache ist gegenseitig: nur der Anspruch und die sich in der Qualifikation zeigende Folgerichtigkeit können den Rang des Mitwirkens versichern, und nur gute Werke können die künstlerische, moralische Glaubwürdigkeit des Forums erschaffen. Die Transdanubianische Ausstellung strebt nicht nur in jenem Sinne nach irgendeinem Komplex, dass sie das Forum mehrerer Kunstarten, Kunstzweige (bildende Kunst, Gewerbekunst) werden will, sondern wir probieren mehrere „sich ausgeschlossene Veranstaltungen" unserer Absicht gemäss in logische Einheit organisieren. Den integren Teil der Ausstellung bildet die in ihrem Masse kammerartige Darstellung der Kunst von Miklós Borsos. Der jetzt fünfundsiebzigjährige Meister hat übrigens die Medaille mit der Inschrift ,,Für die Kunst Transdanubiens" geschaffen, welche die gesellschaftliche und Fachjury mit dem Hauptpreis der Ausstellung jetzt zum erstemal dem ödenburger Maler János Giczy zuerkannte. Die Kunst von Miklós Borsos würdigten schon viele und vielmal, wir dachten so, dass nicht nur der nahe Geburtstag sein hervorgehobenes Wirken begründet, sondern in erster Reihe jenes Beispiel seiner Tätigkeit, ob was zugleich transdanubianisch, ungarisch und die allgemeine bildende Kunst des XX-sten Jahrhunderts mit Werten bereichernde Künstler zu sein bedeutet. Planmässig bekommt in der Zukunft immer der Hauptgekrönte der vorigen Ausstellung eine Einladung zu gleicher, kammerartiger Vorstellung, also nächstemal János Giczy. Ebenso möchten wir traditionell machen, dass wir auch eine thematische Ausstellung jedesmal zu der Transdanubianischen Ausstellung zugesellen sollen, mit einer solchen Thematik, welche uns zur besseren, tieferen Erkenntnis des Kunstlebens, der Traditionen von Transdanubien hilft. Dieses Thema ist zugleich das Dokumentieren der mehr als zehnjährigen Tätigkeit der transdanubianischen Schöpferansiedlungen, teils mit der Darstellung der dort geboren en Werke, teils mit der Vorführung von Plänen, Fotos und Dias. Mit der DokumentenAusstellung eng verknüpft kommt jener Fach-Meinungsaustausch am Tage der Eröffnung zur Veranstaltung, an welchem die die erwähnten Schöpferansiedlungen wirken lassenden, die Künstler und die Kunstfachleute über die gemeinsamen Erfahrungen, Probleme beraten. Gábor Rideg