Novák László szerk.: Néprajzi tanulmányok Ikvai Nándor emlékére I. (Studia Comitatensia 23. Szentendre, 1994)
Zomborka Márta: Tragor Ignác munkásságának néprajzi vonatkozásai
A nagymúltú, sokgyermekes Tragor család két emberöltő alatt szinte nyomtalanul tűnt el a város életéből, ezért magáról Tragor Ignácról is nehéz hiteles információkat gyűjtenünk. Barátja, a piarista paptanár, Bán Márton írt egy életrajzot róla, de ez a kézirat is illetéktelen kezekbe kerülhetett, nem jelent meg, elveszett. A könyveknek — és az íróiknak is — megvan a maguk sorsa. ETHNOGRAPHISCHE BEZIEHUNGEN IN DER GESAMTWERK DES IGNÁC TRAGOR Ignác Tragor, der Gründer und Namengeber des Vácer Museums ist ein klassischer Vertreter der Ortsgeschichtsschreibung. Er ist am 4. Juni 1869 in einer der bedeutenden Bürgerfamilien der Stadt geboren. Nach seinen Studien in Rechtswissenschaft arbeitete der junge Mann als Leiter eines Finanzinstitutes und beschäftigte sich nur als Hobby mit der Forschung der Ortsgeschichte seiner geliebten Stadt. 1895 wurde er zum Sekretär des zustandegekommenen Vácer Museumvereines gewählt, im Laufe der Jahre war er dann auch Vorsitzende in der Leitung des Vereines. Tragor versuchte alles zu erforschen, was mit seiner Stadt im Zusammenhang war. Er arbeitete zwar als ein Autodidakt, verfügte aber über ernste Fachbeziehungen und suchte die Möglichkeit des Weiterschreitens. Vom Landeszentrum der Museen verlange er zu seiner Organisationsarbeit Fachleitung und Aufsicht. Aufgrund seiner Organisationsarbeit konnte auch der Verein selbst unvergleichbare Ergebnisse haben. Die Vácer Bürger konnten an regelmässigen populärwissenschaftlichen Vorlesungen teilnehmen. Sie haben die Sammlung des Museums mit wichtigen Privatsammlungen, Gaben vergrössert. Es wurden Ausgabeserien ausgegeben, Ausstellungen eröffnet. Tragor forschte in Archiven und Bibliotheken, leitete archäologische Freilegungen und nahm auch in der Ausgabe dieser Publikationen aktiv teil. Zu seinen wichtigen Aufgaben gehörten auch die Sicherung des finanziellen Hintergrundes sowie die Zusammenstellung und Bearbeitung von Büchern. Mit aussergewöhnlichem Gefühl sammelte und systematisierte er die Dokumente seiner Zeit. Seine Tätigkeit in der Quellenfreilegung und Sammlung ist gleichermassen bedeutend. In der Ausgabe des Vereines erschienen insgesamt 78 Bücher und Hefte, enen grossen Teil dieser Publikationen schrieb Tragor selbst oder er war Mitarbeiter, eventuell Redakteur. Es ist nicht bekannt, wohin sein Nachlass und seine Manuscripte nach seinem Tod im Jahre 1941 kamen. Das von ihm austandegebrachte Museum — das seit 1990 seinen Namen trägt — erlitt schwere Schaden, die die Sammlungen und Dokumentationen nicht schonten. Wenn man die vom Verein ausgegebenen Stücke des Lebenswerkes von Tragor durchblickt, kann man sein — vor allem in seinem späteren Alter zum Ausdruck kommendes — Interesse für die Ethnographie feststellen. In diesen Werken kann man die wichtigen ethnographischen Angaben ohne Systematisierung oder nach anderen Prinzipien gruppiert finden. Im Lebenswerk von Tragor findet man vor allem interessante Beschreibungen über das Volksleben und über die Wirtschaft in Vác im XVIII. Jahrhundert sowie über die ethnographische Sammlung des Museums. Im Kenntnis der Vernichtung der Quellen, Dokumente und Gegenstände werden die Angaben von Tragor hochgeschätzt und mit allgemeiner Kritik behandelt, als Quelle benutzt. 52