Köpröczi Rózsa: A grafikus Szőnyi. Rajzok, vázlatok, tanulmányok (Pest Megyei Múzeumok Igazgatósága – Szőnyi István Alapítvány, Szentendre – Zebegény, 1996)
10. BESZÉLGETŐK / SICH UNTERHALTENDE / TALKING PEOPLE Auf einigen Blättern hat er die auf dem Feld, im Garten und auf dem Hof arbeitenden dörflichen Figuren fast lobgepriesen. Die mit abwechselungsreichen Techniken formulierten Szenen sind entweder von den vibrierenden Kornfeldern von Van Gogh, joder von Millets würdigen, auf ruhiger Landschaft dargestellten Arbeiten inspiriert. Die zum Inhalt immer ausgezeichnet ausgewählte Technik erhöht noch die Wirkung. Einige Kohlestudien, deren Hauptdarsteller hauptsächlich weibliche Figuren sind, müssen gesondert erwähnt werden. Die Bäuerin mit dem Korb, das sich zum Krug beugende Mädchen und die nachdenkliche Frau sind alle ausgezeichnete beobachtete Charakteren. Hier können wir nicht wie bei den vorherigen Blättern von der erwähnten Unpersönlichkeit sprechen. Hier drückte der Maler seine Bewunderung für diejenigen Menschen aus, die ihren Platz in der Welt kennen. Die Versunkenheit in sich ist nicht die Traurigkeit der zivilisierten Menschen, sondern eher die Ruhe derjenigen, die nicht ständig ohne Ziel irgendwohin eilen. Ihr Lebensrhythmus wird von der Natur bestimmt, vom Treiben des Flusses, von Ablauf der Jahreszeiten. Die Landschaft und das Dorf wurde zu Szőnyis Universum. Diese Welt baut sich nach innen auf. Auf seinen Bildern zeigt er immer näher die Bedeutungen. Zwischen den Häusern des Dorfes gelangen wir ganz bis zur intimen Sphäre, bis zum Hof, in den Stall, ins Innere des Hauses. Die Scheune, der Hof und da Haus sind die Darstelllungsorte der rulligen Betätigungen. Das Tränken, Melken und die große Wäsche waren wichtig und erwecken das Interesse des Malers. Einige wurde zu biblischen Geschehnissen. Manchmal erscheint auf ihnen auch der betrachtende Maler und wurde so ein Teil der zeitlosen Momente, denn die biblische heilige Familie könnte auch seine eigene Familie sein. Nach der Geburt seiner Kinder konnte er von der Schönheit der gemeinsam verbrachten Zeit nicht genug bekommen. Die den Säugling fütternde Mutter, der im Spiel vertiefte kleine Junge, das in die Welt staunende Kindergesicht erhebt sich spontan über die Einfachheit der konkreten Minute und stattete seine Lieben mit der Zeitlosigkeit der Maddonnen aus. Diese Darstellungen stehen auch einigen Illustrationen sehr nahe, auf denen bekannte Figuren auftauchen. Die Darsteller der Verkündigung, der Hochzeit von Kanaan und die Parzen konnten wir schon auf anderen Blättern als alltägliche Menschen sehen. Die leichten Töne der lavierten Tusche, die Feinheit der mit dem Pinse. gezeichneten grauen Linien und ihre Eleganz trugen zum Erfolg der Vergeistigung bei. Im Gegensatz dazu wirken die Kohlezeichnungen fast schwer, monumental, die er zu einem Tafelbild, oder einer muralischen Arbeit herstellte, obwohl das Thema genauso einfach war: Mutter mit ihrer kleinen Tochter oder eine sich kämmende Frau. Die Zeichnungen sind mit ihrer Kompaktheit und Kraft den Gemälden gleichrangig.