Hann Ferenc: Paulovics. Kántor Lajos és Kocsis István írásaival (A PMMI kiadványai. Pest Megyei Múzeumok Igazgatósága – Ferenczy Múzeum, Szentendre, 2008)

Hann Ferenc - Die Laufbahn des Künstlers

nen, sondern dem sinnlosen Schicksal des durch die Macht ausgelieferten Men­schen, der nur deswegen an dem Drama beteiligt war, um sinnlos zu fallen. Die großformatigen Tuschzeichnungen (70x100 cm) zitieren die mit dem frü­hen Tachismus liebäugelnden Strichmännchen von Henri Michaux, aber auf den wichtigsten Arbeiten sehen wir hinter starken Gesten Kreuze (Todeszeichen) her­vorblinzeln. Auf diesen Blättern bilden die konkreten geschehnisbezeichnende For­men (Kreuz) und das persönliche Handzeichen des Künstlers mit der heftigen Ma­lerei die erschütternde, dramatische Wirkung. Und hier müssen wir wieder zum Ver­hältnis des Künstlers zu den Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts zurrückkehren. Bei den einzelnen Blättern der Serie D'43 ist die Geste von bestimmender Bedeutung. Doch während im Fall der schon erwähnten Parallelen die Geste das Werk selbst ist, benutzt sie Paulovics„nur" als Mittel, um die Wirklichkeit zu personifizieren. Nähere Parallelen können wir im Lebenswerk von Arnulf Rainer und András Baranyai finden, wo sich hinter dem Moment der Verdeckung, Verbergung, Rätsel­haftigkeit die persönliche Gegenwart befindet (in ihrem Fall der Künstler selbst), wo also das Zeichen mit der Wirklichkeit konfrontiert wird, Frageszeichen aufwirft, und was wäre die Aufgabe des Künstlers um die Jahrtausendwende, wenn nicht gerade das? Lovasok - 1991 - színes tus - 50 x 70 cm

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