Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve XIX. (1994)

Tanulmányok - Néprajz - Lengyel Ágnes: A paraszti imádkozás rendje

1981 „ráolvasás" Magyar Néprajzi Lexikon IV. köt. 304-305. Budapest 1985-1986 Magyar Ráolvasások I-II. Budapest 1986 Szem meglátott, szív megvert. Magyar ráolvasások. Budapest RADÓ POLIKÁRP 1957 Az egyházi év. Budapest. TÜSKÉS GÁBOR (SZERK.) 1986 „Mert ezt Isten hagyta..." Tanulmányok a népi vallásosság köréből. Budapest TÜSKÉS GÁBOR - KNAPP ÉVA 1992 Vallásos társulatok Magyarországon a XVII-XVIII. században. 1992. Néprajzi Látóhatár 8-36. VAJKAY AURÉL 1947 Az ősi ember imádságai. Ethnographia 237-238. VARGA ZSUZSANNA 1970 Néprajzi Értesítő LU. A hagyomány gyűjtemény gyarapodása. 123-129. WEBER, MAX 1992 Gazdaság és társadalom. A megértő szociológia alapvonalai 2/1. Budapest Resümee ÁGNES LENGYEL: Die Bauernbetordnung Systematisierungsgesichtspunkte und Probleme Die Autorin beschäftligt sich zuerst mit den Begrifforschungsproblemen im Zusammenhang mit dem Thema. Sie deutet an, daß das Bauernbeten eine typisch komplexe Erscheinung ist. Es kommt zum Beispiel vor, daß die Liturgie „der Beschwörung", „des Gebetes", „des Wasserwurfes" und andere magische Tätigkeiten zusammen die kleinste selbsständige Einheit der an das höhere Wesen gerichteten Aktion bilden. Ein anderes Problem bilden die verbalen Erscheinungen, so z.B. die Thessn - und genaue Bestimmung, die die Beziehung der Beschwörung und des Gebets zueinander betrifft. Mit der Verallgemeinerung der erwähnten Probleme und mit der Undifferenziertheit der sakralen Gegenstand - und höheren Wesenansicht hängt das Problem der bei der Definition des Gebets im kommunikationstheoretischen Sinn verstandenen Skizzierung zusammen. Es scheint die Schaffung so einer nuancierten und systemetisierten Bildes zweckmäßig zu sein, in dem im Rahmen der Aktion in die Richtung der Sakralität und in den Zusammenhängen die bisherige ungarische etnographische Bestimmung des Gebetes einen Platz bekommt. Nachher beruft sich die Autorin auf frühere Forscher, die die Kategorie der Ordnung für doe globale Charakterisierung des Bauernlebens geeignet gefunden haben. Aus der ungarischen Fachliteratur durchblickt sie hauptsächlich den Begriffsgebrauch von Sándor Bálint und Margit Luby, und bei der internationalen und antropologischen Literatur schöpft die Autorin aus den Essays von Mircea Eliade, Pierre Bourdeieu und Clifford Geertz. Zur Ausgestaltung des Begriffs Ordnung, der in der ethnographischen Untersuchung adäquat zu gebrauchen ist. Dementsprechend faßt sie den Begriff Ordnung aus dem Gesichtspunkt des Themas folgenderweise zusammen: die Ordung ist von Weltbildbedeutung, eine regelmäßige Brauchverteilung, die aus der Struktur der mythischen Muster göttlichen Ursprungs, anderen symbolischen Wirkungen und verschiedenen wirtschaftlichen, gesell­schaftlichen Verhältnissen stammt. Der weitere Teil des Aufsatzes ist als erster Schritt der Anwendung dieses Ordnungbegriffes auf einem Teilgebiet des Volksreligiosität, auf dem Gebiet der Gebetbräuche zu betrachten. Das geschieht in zweierlei Projektion. Die Betordnung wird einerseits als eine vorschriftsmäßige reguläre Tätigkeit (Körper- und Handhaltung, die Arten und Weisen des Gebets, verbundene Mittel, usw.) vorgezeigt, anderseits prüft die Autorin die auf die gegebenen Segmente der Kultur ausgedehnte Ordnung des Gebetes. 137

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