A Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve XVI. (1990)

Tanulmányok - Hála József: Hangyatojás gyűjtés

WLISLOCKINE DORFLER Fanni 1893 A gyermek a magyar néphitben. Ethnographia IV. 107—116. ADATKÖZLŐK Budapest: Bradák Mihály (sz. 1906) állatkerti (madárházi) ápoló (1924—1960); Kalló: Székely Lajos (1908); Kóspallag: Fritz Imre (1906), Hanzerik István (1928), Kárpáti Ferenc (1911); Mártanosztra: Trubiánszki Károly (1908); Pilisszentkereszt: Halusitz Sándorné Chilo Katalin (1913); Pilisvörösvár: Kimmel János (1910); Pomáz: Hoglmayer Mihály (1929). • RESÜMEE József Hála Ameiseneiersammeln Die Ameise, das Ameisenei, die Ameisensäure, der Ameisenhaufen, sowie die darin gefundene Erde und der daraus zum Vorschein gekommene Stein spielten in dem Glauben der in dem Karpaten —Becken lebenden Völker und so auch im Volksglauben und in der Volksheilkunde des Ungarntums eine merkwürdige Rolle. Das Ameisenei war nicht nur ein Medikament für Menschen und Tier, Liebes- und Fruchtbarkeitszaubermittel, sondern auch in der Tierzucht (Geflügel- und Ziervogelzucht) wurde es nützlich gemacht, und des­senSammeln war seit dem letzten Drittel des XIX-ten Jahrhunderts in einigen Dörfern von Ungarn auch eine Geldverdienstsmöglichkeit, eine Unterhaltsquelle. Mehrere der in Armut lebenden Bewohner von Kalló (Komitat Nógrád), Kóspallag, Pomáz, Pilisszentkereszt und Pilisvörösvár (Komitat Pest) spezialisierten sich auf das Sammeln der Ameiseneier, die sie dann vor allem in Budapest, in dem Tier- und Pflanzen ­garten, bzw. auf den Märkten und in den Tierhandlungen verkauften. Der Autor stellt in seiner Arbeit aufrund der diesbezüglichen literariscehn Angaben dar, welche Volksglauben, Aberglauben und Volksheilarten sich an die Ameise, an das Ameisenei, an den Ameisenhaufen anknüpften, dann schildert er wieder mit der Hilfe lite­rarischer Angaben die Rolle des Ameiseneies in der Tierzucht. Anschliessend beschreibt der Autor auf dem Grund seiner lokalen Erfahrungen das Ameisensammeln der Kállóer (Naturkunde, Sammelkreis, Instrumente, den Verlauf, des Sammeins, den Verkauf, usw.), dann vergleicht er dieses Sammeln durch die Hervorhe­bung der Gleichheiten und der Unterschiede mit der Tätigkeit der Kóspallager, Pomázer, Pilisszentker észter und Pilisvörösvárer. Die Instrumente dieser eigenartigen Beschäftigung auf Zeichnungen, die Sammelkrei­se auf Landkarten und den Arbeitsgang des Sammeins (Kalló) auf Fotos macht der Autor veranschaulich. 260

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