Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve XV. - Nógrádi Történeti Évkönyv Belitzky János emlékének tiszteletére (1989)
Zólyomi József: Szendehely társadalma a XIX. sz. közepétől a II. világháborúig
József Zólyomi: Die Gesellschaft von Szendehely(Sende) von der Jitte des 19-ten Jahrhunderts bis zum zÁeiten Weltkrieg Der Vácer Bischof hatte in dem am 13-ten Mai 1753 abgeschlossenen Vertrag bewilligt, dass die Bewohner des zu grossen Bevölkerungszuwachs aufweisenden Berkenye (Berkine) Szendehely besiedeln. In der Gründungsurkunde hatte der Bischof die Anlegung von zehn ganzen Fronhöfen genehmigt, aber er hatte ausbedingt, dass alle Fronhöfe in zwei Teile geteilt werden müssen, das heisst es wurde die Ausgestaltung von 20 Halbfrongüter möglich. Neben den Leibeigenen hatten sich auch Kätner in grosser Anzahl nach Szendehely angesiedelt. Sie hatten sich mit dem Anbau von Weintrauben und Tabakpflanzen beschäftigt, als Tagelöhner bei den Kalköfen von Kataylin-Pussta und bei der Rodung der Domänenwälder gearbeitet. In der Mitte der 1820-er Jahre hatte der Bischof den auf seinem Landgut lebenden Famulien verboten, zu den Weintraubenund Tabakpflanzungen neuere Lichtungen zustande zu bringen. Zu dieser Zeit brauchte man schon wenigere Tagelöhner auch zu den Kalköfen und der Ausrottung der Wälder. Die Kätnerfamilien des Dorfes konnten ihren Unterhalt schon seit dem Anfang der 1840-er Jahre nur so sichern, wenn sie Berufe erlernten, regelmässig nach Vác, Budapest in erster Linie als Maurer und Zimmermeister zur Arbeit gingen. In unserer Arbeit führen wir ab 1840 die Namen jener Familienväter, die irgendwelchen Beruf erlernten, das heisst nicht aus der Bodenbewirtschaftung lebten, auf. Szendehely nimmt in der Geschichte der Dörfer des Komitats Nógrád von diesem Standpunkt aus eine eigenartige Stelle ein, weil man so früh aus keinem Nógráder Dorf in der Industrie die Arbeit aufnahm. In den Dörfern des Komitats wurden die ehemaligen Frongüter nach der Fronbauernbefreiung unter den Kindern stufenweise aufgeteilt, und erst am Ende des vorigen Jahrhunderts ist dieses Feld so klein geworden, dass es nicht mehr die Familien ernähren konnte, und sie bezwungen waren, sich in der Industrie Arbeitsmöglichkeit zu suchen. In Szendehely, wegen der eigenartigen Erbfolge der Deutschen, wurden die Grundstücke der Landwirte beinahe bis zum zweiten Weltkrieg nicht verteult. Den unverteilbaren Besitz hat meist der älteste Bruder geerbt. Die Familien ohne Feld mussten sich deshalb so früh ausserhelb des Dorfes eine Arbeit suchen. 194