Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve XIII. (1987)

Tanulmányok - Történelem - Praznovszky Mihály: Az 1822–23. évi nógrádi rendi ellenállás története

Das war Kampf gegen den Herrscherabsolutismus. An die Stelle der am Anfang nur verfassungsrechtliche Fragen, d. h. die Ständeunrechte berührenden Streite treten im Jahre 1821 viel schwerere Ereignisse. Da hat Franz der Erste angeordnet, das s die früher weggebliebenen Ausstellung der Rekruten, dann ein Jahr später das, dass die angebotene Steuer nicht mit Wechselzettel, sondern mit Silbergeld bezahlt wird. (Das hat eindeutig die Erhöhung der Steuer auf das Zweiundhalbfache bedeutet.) Es hat sich ein Landeswiderstand entfaltet. Die Komitate hatten mit Adressen gegen die Verordnungen protestiert, und nur dem königlichen Reskript energischen Tones gehorcht. Aber es blieben auch noch so mehrere Komitate, wo man zu den warnenden Worten nicht hingeneigt hatte. Hierher wurden königliche Kommissare kommandiert, die mit dem Einsatz des Militärs die königlichen Verordnungen durchführen lassen hat­ten. Aber trotz alledem sind sieben Komitate geblieben, die bis zum Äussersten durch­gehalten haben, unter ihnen war auch Nógrád. Die Dokumente des Nógráder Widerstandes glaubten wir verloren zu sein, die damaligen Akten wurden ja vernichtet, zerrissen. Es ist aber gelungen, in Archivquellen einen Teil davon zu finden, und zuverlässig zu rekonstruieren. Nach dem Skizzieren der Anfangsereignisse, in denen das Geheimnis einer bis heute unklar gebliebenen Licht gebracht rganisation, das der sog. „Rädelsführer'''' teilweise ins wird, kann man den Ereignissen dramatisch vom August 1823 in Nógrád sozusagen vom Tag zu Tag folgen. Endlich hat sich der Komitatswillen vor der königlichen Kraft geneigt, aber das Aushalten bis zum Äussersten ist auch lobenswert. Wir müssen aber auch die Schranken dieser Ereignisse sehen. Im Grunde genommen hat hier nur eine Klasse für ihre Interessen gekämpft, und der Gedanke, dass dieser Kampf für die Verwirklichung allgemeiner Nationalziele auf breite gesellschaftliche Ebene geleitet werden kann und muss, gar nicht aufgetaucht hat. Hinter den Ereignissen sehen wir in vielen Fällen nur eine Art „kuruzer Ausstel­lung", und nicht bewusste politische Vorbereitung. Schon jetzt beginnt sich die Zerteilung der Komitatspolitiker zu gestalten, und ohne Zweifel werden die Konservativen noch lange Jahre stärker. Diese Zerteilung beeinflusste und bildete auch die religiöse Zerteilung, die gleichfalls einer der Bestimmenden des Nóg­ráder politischen Kampfes wird. In der Gesammtheit hat aber der Ständewiderstand der Jahre 1822-1824 auch im Komitat Nógrád bei der Ausgestaltung der politischen Polarisation, bei der geistigen Reife der neuen Politikergeneration, und so perspektivisch bei der Grundlegung der Kämpfe der Reformzeit mitgewirkt. 142

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