Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve XII. (1986)

lungsbriefe, Urbaria und Konskriptionen dokumentieren die überraschende Entwicklung, dass die Bevölkerung der ehemaligen Grenzfestungen noch jahrzehntelang nach der Neu­ansiedlung die meisten Vorrechte und Begünstigungen der Soldaten beibehielt. Die ade­ligen und unadeligen Ansiedler mussten nach ihren inneren Hausgründen, Wiesen, Ackerboden und Gärten keine Fronarbeit leisten, nur — wie die früheren Soldaten — „Tag und Nacht wachen" und für ihre Gutsherren — die Grundherr en und Kapitäne der mehr oder minder zerstörten Festungen blieben — Briefe zustellen. Als in 1703 der von Ferenc Rákóczi geführte Freiheitskampf ausbrach, die militärische Funktion der ehemaligen Grenzfestungen wieder auflebte, weil die loyalen Gutsherren — vor allem Graf István Koháry — ein letztes Mal die Bevölkerung der Burgen unter Waffen riefen.

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