Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve XI. (1985)
Közlemények - L. Kecskés András: Lanttabulatúra – virágének
Resümee András L. Kecskés: "Lautentabulatur - Brautlied" In der Sammlung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften ist ein sehr wertvolles Andenken aufbewart. Es sind vier Musikstücke in deutscher Lautentabulatur auf der Seite 82 des zweiten Bandes — der Gedichte und Texte in lateinischer Sprache enthält - der ungarisch, lateinisch und griechisch geschriebenen Kroatisch-Ungarischen Andenken (1556-1753), die unter dem Zeichen К 53 zu finden sind. Im Ergebnis der früheren Versuche gelang es von den vier Stücken die Notation des ersten zu rekonstrueren. Die des zweiten und dritten ist aus musikwissenschaftlicher Hinsicht nicht anzunehmen. Aber die erfolgreiche Forschung des vierten Stückes, des "Fragmentes" Hess auf sich bis zum heutigen Tage warten. Die erste Tabulatur enthält ein bekanntes deutsches Volkslied vom Ende des 15-ten Jahrhunderts, das in den Lautentabulaturen des 16-ten Jahrhunderts in zahlreichen Variationen notiert wurde. Das zweite und dritte Stück ist je ein Hoftanz aus Italien "Padoana et El burato" , die früher in fehlerhaften modernen Fassungen erschienen sind. Die Fehler werden in der vorliegenden Studie korrigiert. Von dem vierten Musikstück stellte sich im Ergebnis der Forschungen unseres Autors aus, dass es die Notation einer humanistischen metrischen Ode in einzeiliger dreistimmiger deutscher Lautentabulatur ist. Die Melodie der Ode „Vitam que faciunt ..." war im 16-ten Jahrhundert in Ungarn sehr verbreitet, und wurde zu zahlreichen protestantischen Psalmen als adnotam verwendet. Aber für uns Ungarn ist das zweizeilige Brautlied, das unter den Tabulaturen zu finden ist, am wertvollsten. So bekommen wir eine Nachricht von einem im ungarischen Sprachraum (Komitat Nógrád und Siebenbürgen) sehr verbreiteten Volkslied aus dem 16-ten Jahrhundert, das erst Anfang des 20-sten Jahrhunderts von Béla Vikár gesammelt, und von Béla Bartók notiert wurde. Die Tabulaturen und das Brautliedfragment sind für die Forscher der ungarischen Kulturgeschichte von grösster Bedeutung, weil sie einen neuen tiefen Einblick in die ungarische Vergangenheit erlauben. 19 289'