Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve IX. (1983)

Közlemények - Zólyomi József: Nógrád megyei szlovákok

József Zólyomi RESUMEE Die Slowaken im Komitat Nógrád Zu der Neusiedlung der infolge der türkischen Kriege verwüsteten Dörfer im Ko­mitat Nógrád kam es am Ende des 17-ten Jahrhunderts und in den ersten Jahrzehnten des 18-ten Jahrhunderts. Die neuen Siedler kamen aus den dicht bewohnten nördlichen Komitaten (Árva, Zólyom, Liptö, usw.). Bei der Neusiedlung kamen die religiösen Gesichtspunkte wieder in den Vordergrund. Die evangelischen Gutsbesitzer setzten evan­gelische Slowaken auf die Grundstücke nieder. Die religiöse und Nationalitätenzusam­mensetzung je eines Nógrader Dorfes bestimmte so das, wie sich die Zahl und Grösse der Grundstücke der evangelischen und katholischen Gutsbesitzer innerhalb einer Ansi­edlung teilten. Dementsprechend können wir Dörfer des Komitats in sieben Gruppen verteilen: Ungarn — wenige Slowaken, Slowaken — wenige Ungarn, Mehrheit Un­garn — bedeutend an der Zahl Slowaken, Mehrheit Slowaken — bedeutend an der Zahl Ungarn, katholische Slowaken, katholische Deutsche, katholische und reformierte ungarische Dörfer. Die hierher angesiedelten Slowaken mussten ihre Lebensverhältnisse in einer anderen Umwelt, unter anderen Landschaftgegebenheiten formieren. Sie mussten sich an die wirtschaftliche, gesellschaftliche Ordnung der aufnehmenden Landschaft, an die hier anwesenden Traditionen und Gebräuche abpassen, die die von zu Hause mitgebrachte, unter anderen historischen Umständen ausgestaltete Lebensweise in den verschiedenen Gebieten unterschiedlich veränderten, umgestalteten. In dem Bau, in der Wohnungskultur findet man kaum einen Unterschied zwischen den ungarischen und slowakischen Dörfern. Dieselbe Quelle des Baustoffes, der Möbels, der Arbeits- und Gebrauchsgegenstände, die in der angegebenen Gegend aufzufinden waren, verminderte bedeutend die sich trennenden Merkmale. Die einst in unserem Komitat angesiedelten Slowaken haben ihre Tracht und die sich an die Familienfeste knüpfenden Gebräuche längste Zeit hindurch bewahrt. Nach ihrer Tracht bilden sie drei grosse Gruppen.) Szügy, Bánk, Sámsonháza) 183

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