Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve VII. (1981)

Tanulmányok - Paládi Kovács Attila: A kisnemesek utódai a paraszti társadalomban (XIX–XX. század)

RESÜMEE Unter den wissenschaftlichen Untersuchungsprogrammen der Museenor­ganisation des Komitats Nógrád kommt auch die sogenannte Mittelschichtun­tersuchung vor. Innerhalb deren Rahmen, in der ersten Phase wird die Unter­suchung der Nógráder Kleinadels, der in der Geschichte des Komitats eine ausserordentlich bedeutende Rolle spielt, gemacht. Sich an diese Tätigkeit knüpfend veranstaltete die KomAtatsmuseendirek­tion gemeinsam mit dem Geschichtswissenschaftsinstitut der Ungarischen Wissenschaftlichen Akademie in dem Szécsényer Kubinyi Ferenc Museum — das der Leiter dieses Themas ist — im November des Jahres 1980 die Landes­konferenz: „Die Wirtschafts- und Allgemeinbildungsverhältnisse des ungari­schen Kleinadels von dem XVII-ten Jahrhundert bis zum Anfang des XX-sten Jahrhunderts. In der Konferenz wurden die Vorlesungen, die wir in unserem Jahrbuch publizieren, vor den etwa 100 aus den Museenorganisationen des Landes, aus Archiven, Hochschulen, Universitäten, Forschungsinstituten geko­mennen Hörern gehalten. Den Vorlesungen folgten jedes Mal angeregte Meinungsaustausche, die zu noch vollkommener Entfaltung der aufgeworfenen Probleme führten. Der Titel der Vorlesung des Akademikers, des Stellvertreters des Gene­ralsekretärs der Ungarischen Wissenschaftlichen Akademie, Béla Köpeczi: „Die Unabhängigkeitsauffassung des Kleinadels und das Nationalkönigtum". In dieser Vorlesung überblickt er die Kämpfe gegen die Habsburger und die Entwicklung der sich an das Nationalkönigtum knüpfende Gedanken, die sich während dieser Kämpfe entfalteten. Er untersucht grundsätzlich die Verknüp­fung der Freiheit und der Unabhängigkeit, und stellt fest, dass die Idee der Unabhängigkeitskämpfe und der Wunsch des Nationalkönigtums nicht immer parallel zusammenhängen. In ihrem Essay: „Wirtschaft, Allgemeinbildung, Mentalität in den Kleina­delschichten der XVII —XVIII-ten Jahrhundertswende und die Fragen der gesellschaftshistorischen Entwicklung für einen langen Zeitabstand" macht Ágnes R. Várkonyi eine komplexe Untersuchung. Auf dem Grund des 40 Jahre geführten wirtschaftlichen Tagebuches des Zemplener Kleinadeligen András Szirmay sucht sie auf den Charakter des Kleinadels, auf seine historische Bedeutung und auf seine Rolle in diesem Entwicklungsprozess der angegebenen Zeit eine Antwort. Sie analysiert in ihrer ausführlichen, auch mit statistischen Angaben ergänzten Arbeit die von András Szirmay vertretene Schicht, auch als einen bedeutenden politischen Faktor des Jahrhundertsendes und des Rá­kóczi-Freiheitskampfes. Sie betont, dass der Kleinadel zur Zeit der XVII — XVIII. Jahrhundertswende eine von vielen Standpunkten aus verschiedene Schicht ist. Der Titel des Vortrages von László Bencédi heisst: „Die Veränderungen des gesellschaftlich-politischen Angesichtes des Flüchtlingadels (in den 1670-er und 1680-er Jahren)". Der Autor hat in diesem seiner Essays die Frage untersucht, was dessen Ursache war, dass sich die führende Schicht des Besitzeradels der früheren Kuruczenbewegung fast als Letzte dem von Imre Thököly geleiteten Aufstand anschloss. László Bencédi zeigt an persönlichem 176

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