Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve 26. (1980)
Tanulmányok - Belitzky János: Losonczi Anna somoskői, szécsényi, gácsi uradalmainak 1596. évi összeírása
die der mit 1590 beginnenden Forgach-Besitzverwaltungszeit bekannt (siehe Tabelle V). Davon erhöhten sich die mit Bargeld bezahlenden Leibeigenenläste, vor allem zufolge der Ausdehnung der in der ersten Zeit nur von den Marktflecken bezahlenden Gebühren auf alle Besitzeinheiten — die Taxe des Jahres 1552 für 100 % genommen — in der Ungnad-Zeit um 50 %, und in der Forgách-Zeit schon um 163 %. Diese letztere grosse Erhöhung hing aber auch mit der Vorbereitung auf die Feldzüge gegen die Türken in den Jahren 1593—1596 zusammen. Die Unzufriedenheit der Leibeigenen der Herrschaftsgüter, die besonders die mit übermässiger Strenge gemachte Eintreibung noch steigerte, führte schon bis dahin, dass sie ihren Gutscherren mit Fortziehen bedrohten. Das konnten sie machen, weil die Rachengesetze des Jahres 1514 auf dem Gebiet der Lossonczi-Herrschaftsgüter nicht durchgeführt wurden, und so durften die Leibeigenen gegen den Willen der Gutsherren noch frei fortziehen. Im Hintergrund der Nichtdurchführung der Rachengesetze stand das Bestreben nach der Versorgung ihrer Herrschaftsgüter mit von den anderen Domänen einströmenden Arbeitskraft, was bei dem Kleinund Mitteladel so grossen Widerstand auslöste. Auf den einzelnen Gebieten der drei Domänen gestaltete sich — entsprechend dem Charakter der Gegend — monokulturelles Wirtschaften aus. Auf dem Gacser Herrschaftsgut (siehe Tabelle VI) und auf den Gebeiten der Rima und Gortva Täler des Somosköer Hersschaftsgutes überwiegte das Forstwirtschaften, in den südlichen Teilen — Gyöngyös, Pata, Tarján und auf dem Szécsényer Herrschaftsgut Ecseg — der Weinbau. Der Weinbau war aber vor 1552 noch auch viel nördlicher — zum Beispiel in Rimaszombat — verbreitet. Auf den nördlichen Gebieten war einst auch der Eisengrubenbau bedeutend, vom Jahr 1596 haben wir Angaben diesbezüglich nur aus Tiszolc. Die Erinnerung an den ehemaligen Bergbau bewahren auch einige Familiennamen. Gross war aber die Schindeln-, die Dachbalken-, die Latten-, die Schindelnnägel-, und andere Holzwarenherstellung der Bevölkerung. Die Brotkornproduktion ist aber als verhältnismässig wenig zu bezeichnen. Über die Berufe der Bewohner geben auch die Familiennamen viele Auskünfte. Bei der eingehender Untersuchung (siehe Tabellen IX — XII.) erhellt es, dass wir Namen, die auf eine industrielle Tätigkeit verweisen, vor allem unter ungarischen Familiennamen finden. Rimaszombat scheint um die Jahre 1590 der Flecken zu sein, der der Hersteller von vielfältigsten Industrieprodukten ist. So einer mochte auch Szécsény vor 1552 sein, aber die Nachforschung der Andenken wird auch dadurch behindert, dass ein Namensverzeichnis der Bevölkerung des Fleckens bisher noch nicht bekannt ist. Es kann sein, dass die Szécsényer Gewerbetreibenden während der Einzugszeit der Türken in die Dörfer des Herrschaftgutes hinauszogen. Jene Tatsache, dass die Herrschaftsgüter von Anna Losonczi in die Hände der Forgách-Familie übergingen, übte einen entscheidenden Einfluss auf das weitere ökonomische und politische Leben des Komitats aus. Auch das ehemalige Lossonczi-Vermögen wirkte dabei zu, dass die Gácser-Tuchmanufaktur in der zweiten Hälfte desl8-ten Jahrhunderts entstehen konnte. 354