László János (szerk.): Komárom-Esztergom Megyei Múzeumok közleményei 19. (Tata, 2013)
Bartus Dávid et al.: Jelentés a Komárom-Szőny, Vásártéren 2011-ben folytatott régészeti feltárások eredményeiről
JELENTÉS A KOMÁROM-SZŐNY, VÁSÁRTÉREN 2011-BEN FOLYTATOTT RÉGÉSZETI FELTÁRÁSOK EREDMÉNYEIRŐL SEY 2012 Sey N.: Bronztárgyak a Budaörsön feltárt római kori település (2. Ih.) területéről. In: (Szerk. Ottományi K.) Római vicus Budaörsön. Budapest 2012,585-602. STERN 2001 Stern, E. M.: Römisches, byzantinisches und frühmittelalterliches Glas. 10 v. Chryoo n. Chr. Sammlung Ernesto Wolf. H. n. 2001. STREITBERG 1973 Streitberg, G.: Namenstempel und Stempelmarken Westerndorfer Sigillatatöpfer. BVbl 38 (1973) 132-153-TASSAUX 1982 Tassaux, F.: Laecanii. Recherches sur une famille sénatoriale d’Istrie. MEFRA 94 (1982) 227-269. VAN LITH-RANDSBORG 1985 van Lith, S. M. E.Randsborg, K.: Roman Glass in the West: A Social Study. BROB 35 (1985) 413-533- VIDA 2007 Vida I.: Kora császárkori pénzverés Pannóniában. In: (Szerk. Bíró Sz.) FiRKák I. Fiatal Római Koros Kutatók I. Konferenciakötete. Győr 2007,147-155-BERICHT ÜBER DIE ERGEBNISSE DER IM JAHRE 2011 IN BRIGETIO (FO: KOMÁROM/SZŐNY, VÁSÁRTÉR) GEFÜHRTEN ARCHÄOLOGISCHEN AUSGRABUNGEN DÁVID BARTUS-LÁSZLÓ BORHY-GABRIELLA DELBÓ-KATA DÉVAI-ZITA KIS-ANNA NAGY-NIKOLETTA SEY-EMESE SZÁMADÓ-ZSÓFIA SZÓRÁDI-ISTVÁN VIDA Baubefund: Die 20. Grabungskampagne der in Brigetio, im Bereich des mutmaßlichen Zentrums der ehemaligen Zivilstadt, am Fundort Szőny-Vásártér fand in Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Klassische und Provinzialrömische Archäologie der Eötvös-Loránd-Universitát, Budapest und des Klapka-György-Museums, Komárom unter Teilnahme von insgesamt 45 Mitabeitern und Studenten zwischen dem 27. Juni 2011 und 22. Juli 2011 statt. Im Laufe von 20 Arbeitstagen wurde die Erforschung der Wohnhäuser, des Strassen- und Kanalisationssystems bzw. der Zivilstadt (sog. „1. Insel”) fortgesetzt. Im Interesse der erfolgreichen Durchführung der Arbeit wurden im Jahre 2011 insgesamt 14 Schnitte à 4x4 m (224 nF) geöffnet: J13, K13, L13 - Straßennetz; L14, L15, L16 - Kanalisation; E18, Eig, E20, E21, F18, F19, F20, F21: südlicher Teil der sog. „1. Insel” mit Wohnhaus und Hof. (Taf. 1) Durch diese Arbeit haben wir festgestellt, dass die Strasse, die sich am östlichen Rand der sog. „1. Insel” in nordsüdlicher Richtung erstreckte, und von welcher eine Strecke von insgesamt 24,5 m archäologisch erfasst wurde, an beiden Straßenrändern über eine bürg ersteig artige Formierung mit einer aus Lehm gestampften Gehfläche verfügte. Die Straße wurde in der letzten Bauphase mit großen Steinplatten ausgelegt. (Taf. 2-3) Westlich von der Straße wurde ein 24-25 mx8,45 m großer Hof entdeckt, dessen mit zwei Steinpfleilern flankierter nördlicher Pforteneingang 2,45 m breit war. Das Gehniveau des in einer früheren Bauphase mit einem Kanalisationssystem versehenen Hofes wurde in der spätesten Periode mit Steinplatten ausgelegt. Im Südtrakt der sog. „1. Insel” konnten wir die südliche Abschlußmauer des Gebäudenkomplexes nach wie vor nicht finden, kam jedoch ein weiterer, mit Mauer abgegrenzter Hof aiis Tageslicht, der keine Baukonstruktionen aufwies. Dieser, südlich der bisher bekannten südlichsten Hofanlage (Größe: ca. 15x10 m) liegender, nicht bebauter Hof kann vielleicht als Gartenanlege interpretiert werden. (Taf. 4-5) Kleinfunde: Im Vergleich zu den vorigen Jahren kann das Ziegelstempelmaterial durch insgesamt 27 Stempel, von denen 25 Stücke mit auswertbarer Inschrift versehen sind, als eher gewöhnlich bezeichnet werden. Es kamen nämlich in hoher Zahl (22 Stücke=88%) Ziegelstempel der in Brigetio stationierten Truppenkörper - legio I Adiutrix Pia Fidelis (Kat. 1-15), Classis Flavia Histrica (Kat. 17-22) und legio XXX Ulpia Victrix (Kat. 16) - ans Tageslicht. 3 weitere Ziegelstempel, d.h. insgesamt 12% des ausgegrabenen Stempelmaterials (Kat. 23-25) gehören zu den Privatziegeleien: TMV (Kat. 23-24) undAtiliaefirma (Kat. 25). Im Jahre 2011 kamen 164 Glasfragmente ans Tageslicht. Der größte Teil (60%) ist dem Tafelgeschirr zuzuordnen (Abb. 1), unter denen die Becherformen die Mehrheit (36,45%) vertreten. Die Fragmente von Reservoires, Transportgefässen, Kosmetikgläsern bzw. Fensterscheiben sind verhältnmismäßig in gleich hoher Zahl vertreten (11,4%, 20,4%, 10,4%). Es kamen mehrere Fragmente von Schüsseln mit gerippener Verzierung vor, deren Dekor mit Hilfe von verschiedenen Zangen und Pinzetten aus der Wand des Gefässes gestaltet wurde (Tafel 8: 4, 6, 7). Ein interessantes Phänomen stellt die aus farblosem Glas hergestellte halbkugelförmige Becherform mit aus der Gefäßwand geformten Warzen und Rippen dar (Taf. 9: 35, 37). Man kann weiterhin ein Becherfragment erwähnen, bei dem eine U- förmige, plastische Fadenauflade zu beobachten ist. Die Anwesenheit der Glasscheibenfragmente weist darauf hin, dass zumindest ein Teil der Öffnungen der Gebäuden verglast war. Unter den Stücken, die zur Tracht gehörten, kann eine mit Goldfolie dekorierte, kleinformatige, kugelförmige Glasperle erwähnt werden. Die lokale Keramik der Grabungskampagne 2011 kann durch Typen und Formen, die im 2. und 65