Komárom - Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 13-14. (Tata 2008)
Kisné Cseh Julianna-Lőrincz Barnabás: Római kori sírlelet Tatáról
1215, 1236.; TRHR 164.; RIU 1320, 1356, 1372.; NÉMETH 1999, 23. Nr. 43, 49. Nr. 125-127, 51. Nr. 135-136, 54. Nr. 145, 59-60. Nr. 163, 64-66. Nr. 182-183.; CIGP 3 91.; TRHR 222, 231, 237. Ausnahme: RIU 1433, wo sich die Inschrift auf der Vorderseite des Deckels befindet. Ein Teil der Sarkophage aus Savaria unverziert, aber sie keine Inschrift haben: MÓCSY - KÁDÁR 1971, 119-120. Kat. 178-184. - Zu den Sarkophagen in Pannonién siehe NAGY L. 1942, 608-613.; BARKÓCZI 1951, 40-42.; ERDÉLYI 1954, 197-200.; ALFÖLDY 1959, 70-72.; NAGY T. 1971, 129-139, 159.; ERDÉLYI 1974, 61-72) kein gerahmtes Inschriftfeld hat. Die Buchstabenhöhe beträgt 7 (Zeile 1), 6 (Zeile 2), 5 (Zeile 3), 6 cm (Zeile 4). In den Zeilen sind einige dreieckförmigen Interpunktionen zu sehen. Der Text lautet wie folgt (Taf. V. 2-3.): AEL°DOMITIAE ÂNN°III PRE FAS SAPIENTI AEL°DOMITI VS ET AVREL GAILLA PARENTE S INFELICISSIMI 0 Ael(iae) Domitiae, ânn(orum) III, pr(a)e fas sapienti. Ael(ius) Domitius et Aurel{ia) Gailla, parentes infelicissimi. Die Inschrift wurde von den Eltern, Aelius Domitius und Aurelia Gailla für ihre Tochter, Aelia Domitia gestellt. Der Text pr(a)e | fas sapienti am Ende der 1. und am Anfang der 2. Zeile ist interessant, der bisher in den pannonischen Inschriften unbekannt war (vgl. FEHÉR 1997, 77, 188.; FEHÉR 2005, 223, 234. Zur Deutung siehe FEHÉR 2007, 102. und 104. Anm. 20.). Die Familie des Vaters hat auf Grund des kaiserlichen Gentiliziums entweder von Hadrian oder von Antoninus Pius das römische Bürgerrecht erhalten. Die Familie seiner Frau konnte etwas später, frühestens von Marcus Aurelius dieses Recht erhalten. Beide Gentilizien kommen in großer Anzahlt in Panonien vor (OPEL I 2 26-28 (Aelius), 99-104 (Aurelius). Der Sarkophag kann frühestens ins Ende des 2. Jahrhunderts n.Chr. datiert werden, aber kommt die Severerzeit bei der Datierung in Betracht, als die überwiegende Mehrheit der pannonischen Sarkophage verfertigt wurde (die Liste siehe weiter oben). Von den Cognomina sind Domitia und Domitius eher als Gentiliz bekannt (vgl. OPEL II. 105-106), aber es wurde als Cognomen schon in Pannonién gefunden (ebd. 105). Der Frauenname Gailla ist in den europäischen lateinischen Provinzen des Römischen Reiches kaum vertreten (ebd. 158); in Pannonién war er bisher unbekannt.