Kisné Cseh Julianna – László János – Prohászka Péter szerk.: Komárom - Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 12. (Tata 2006-2008)
Mráv Zsolt: A pannóniai városok közösségi szoborállításai: Philippus Arabs szoborbázisa Környéről
Aufstellung von Statuen (in einem Fall einer Reiterstatue!) zu ehren, manchmal sogar noch außerhalb der Provinzgrenzen. Der bekannte Brauch der Dedikation von Statuen, die verdiente Bürger darstellten, ist für die pannonischen Städte überhaupt nicht typisch; das zeigt der Vergleich der niedrigen Zahl der Statuen mit der Aufstellungspraxis in den Provinzen der inneren Gebiete des Reiches. In der Periode nach der Mitte des 2. Jahrhunderts fehlen dann diese Statuenbasen bereits völlig. 4. Von der Gemeinschaft dedizierte Götterstatuen kennen wir ebenfalls nur aus dem 2. Jahrhundert, in sehr geringer Zahl (Kat.-Nr. 18, 29-32). Von diesen wurde der von der Gemeinschaft Poetovios in Aquae Iasae aufgestellte Sockel mit NymphaeStatuen sowie die Basis von Aquincum, die einer mit Septimius Severus und Caracalla in Beziehung zu setzenden Personifikation oder Göttergestalt dediziert worden war, in der Öffentlichkeit aufgestellt. Die in Aquae Iasae gefundene Basis für Iuno- und FortunaStatuen sowie der Neptunus-Sockel von Sirmium dagegen — ähnlich den Götterstatuen, die in Pannonién von Privatpersonen dediziert wurden — stellte man in Heiligtümern oder in ihrer Nähe auf. Brig{a}etione(nse)s ließ eine Juppiterstatue dedizieren, die anhand ihrer 136 cm breite und 67 cm hohe Basis von gewaltigen Ausmaß (weit größer als die Leebensgröße) gewesen sein soll. Deshalb ist das vorstellbar, dass die Statuendedizierung im capitolinischen Tempel von spätestens unter der Herrschaft Septimius Severus zur Stadt erhobenen Brigetio stattgefunden wurde.