Fülöp Éva – Kisné Cseh Julianna szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 10. (Tata, 2003)

Bartus Dávid: Angaben zur Lokalisierung der Beinschnitzwerkstatt von Brigetio

Angaben zur Lokalisierung der Beinschnitzwerkstatt von Brigetio Dávid Bartus Aus dem Fundort Szőny-Marktplatz kamen 218 Stück Beinschnitzwerke zum Vor­schein. Der grösste Teil der Beinschnitzwerke wurde in einer Grabungssaison auf einem verhältnismässig kleinen Gebiet gefunden. Wegen den Beobachtungen am Ort wurde aufgeworfen, dass auf dem Fundort eine Beinschnitzwerkstatt tätig war. Durch die Untersuchung des Ausgrabungsmaterials von Szőny MOL-Wohnsiedlung, wo das Klapka György Museum in 1993 und 1998 Rettungsgrabungen durchführte, kamen die bisher fehlende halbfertige Produkte und Werkstattabfälle zum Vorschein, die das Dasein einer Werkstatt bestätigen. Östlich von Szőny-Marktplatz, auf dem Gebiet des damali­gen Legionlagers liegender Wohnsiedlung wurden abgesägte Geweihenden, bearbeitete Knochen und Geweihstücke sowie halbfertige Beinobjekte - zwischen den ein tessera nummularia - und fertige Schnitzwerke gefunden. Auf der Fläche eines bearbeiteten Beines (Kat. Nr. 11) befindet sich ein eingeritztes Kreisaugenmotiv, das wahrscheinlich eine Werkzeugprobe war. Wir können wegen diesen neuen Angaben annehmen, dass auf dem Gebiet des Legionslagers - geradeso wie im Fall von Intercisa - eine Beinschnitz­werkstatt tätig war. Aus Mangel an planmässigen Forschungen ist die genaue Lokalisie­rung dieser nicht möglich, Zur Datierung der Werkstatt haben wir keine Anhaltspunkte, aber der Nadel mit Poliederkopf wurde von Mitte des 3. bis Ende des 4. Jahrhundertes hergestellt und die andere Typen der Beinschnitzwerke sind beiläufig auf die 2-4. Jahr­hunderte datierbar. 70

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