Fülöp Éva – Kisné Cseh Julianna szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 9. (Tata, 2002)

H. Kelemen Márta: Spätrömische Gräber in Esztergom–Szentkirály Flur

Spätrömische Gräber in Esztergom-Szentkirályi Flur Márta H. Kelemen Im Jahre 1988, während der Vorbereitungsarbeiten des Donaukraftwerkes kamen südwestlich von der Stadt, am Donauufer, in der Szentkirályi Flur 2 spätrömische Gräber zum Vorschein. Der erste Grab war ein Ziegelgrab, darin lag eine Frau in südwestlich-nordöstlicher Richtung begraben. Beigaben: goldener Ohrring, Glasperlenkette, bronzener Fingerring, Bronzearmreif, Hühnerknochen, grauer Tontopf, graue Tonlampe, Follis des Maximinus Daia (312-313). Auf einer Ziegel des Grabes QVADRIBVRG - Stempel. Der Grab kann anhand der Beigaben in den Beginn des 4. Jahrhunderts, in die 310er Jahre datiert werden. Der zweite Grab lag ungefähr 8 m weit, südöstlich vom ersten Grab. Es war ein Erdgrab, südwestlich-nordöstlich gerichtet, aus der originellen Lage durch den Bagger verschoben. Die gesammelten Beigaben der Verstorbenen sind die fol­genden: bronzener Ohrring mit Poliederkopf, blaue Glasperle, 2 eingliedrige obersehnige Fibel, Bronzearmreif mit Tierkopfenden, grauer Henkelkrug mit Glättverzierung, Hühnerknochen. Die Verstorbene des 2. Grabes war von bar­barischer Herkunft, sie wurde Ende des 4.-Anfang des 5. Jahrhunderts begraben. 95

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