Fülöp Éva – Kisné Cseh Julianna szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 8. (Tata, 2001)

Borhy László–Számadó Emese: Bericht über die zwischen 1999 und 2001 in Komárom/Szőny bei dem Haus Vásártér 2 durchgeführten Freilegungen

Bericht über die zwischen 1999 und 2001 in Komárom/Szőny bei dem Haus Vásártér 2 durchgeführten Freilegungen László Borhy - Emese Számadó Als Ergebnis der zwischen 1999 und 2001 durchgeführten Ausgrabungen in Komárom/Szöny bei dem Wohnhaus auf dem Vásártér 2 wurde eine Räumlichkeit mit Steinfundament, Lehmziegelwänden und einer 6 m langen Begrenzungsmauer freigelegt. Auf die Mauer aus Lehmziegel waren Lebensmittel auftragende menschliche Gestalten, Pflanzen und gespannte Tierhäute als Wandbild aufgemalt. Das nördliche Ende der Wand mit einer Türöffnung schließt sich, aber nicht im Mörtelverband an die aus tuff artigen Steinblöcken errichtete Wand in ost- westlicher Richtung an. Von dort in südlicher Ausrichtung konnten wir ein äußeres Gehniveau aus Kiesel-Kalk­Mörtel bestimmen. Diese Mauer und das Gehniveau gehören zu einer früheren Periode als die bemalte Räumlichkeit. Von dieser Räumlichkeit aus konnte man durch eine Türöffnung in südlicher Richtung in eine im Hof freigelegte Räumlichkeit mit Terrazzoboden gelangen, von dessen nördlicher und südlicher Begrenzungsmauer wir je einen Abschnitt fanden. Demgegenüber fanden wir auch einen anderen Eingang. Der Erbau dieser bemalten und - natürlich - Terrazzoräumlichkeit kann aufgrund der unter der Planierung des Freskos zum Vorschein gekommenen Münze Antonius Pius' (138-161) in die Mitte des 2. Jh. datiert werden. Die Zerstörung fand höchstwahrscheinlich an der Wende vom 2. zum 3. Jh. statt Die aus tuffartigen Steinblöcken errichtete Mauer wurde früher gebaut, und das dazu gehörende Gehniveau wurde nach dem Bau des bemalten Hauses nicht mehr genutzt. Die Freskobruchstücke, welche zur nord- südlichen Wand gehören, sind in der gesamten Länge und Höhe des Hauses zusammenzustellen.. Mit dessen Hilfe und aufgrund des sich an der Originalstelle befindlichen Sockels ist eine Rekonstruktion der Lehmziegelmauer auf Steinfundament in ganzer nord- südlicher Richtung möglich. 92

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