Fülöp Éva – Kisné Cseh Julianna szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 8. (Tata, 2001)

Prohászka Péter: Römische Fibel mit Gladiatorendarstellung und Inschrift aus Pannonien

Römische Fibel mit Gladiatorendarstellung und Inschrift aus Pannonién Péter Prohászka Die im Hotter von Nagysáp und Nyergesújfalu gefundene Fibel mit Gladiatorendarstellung (Bild 2) ist auf ihre Art ein einzigartiges Stück, jedoch gelang es in dieser Studie ähnlich gestaltete Fibeln vorzuzeigen (Bild 5-9). Die Bronzefibel zeigt das Ende des Kampfes der beiden Gladiatoren (Bild 3 und 4). Die Vorderplatte der Fibel zerfällt in zwei Teile: auf dem Bildfeld sind die Kämpfer zu sehen, welche auf der Oberfläche eines nur ein Viertel der Fibel ausmachenden, mit einem Dreizack verzierter Prisma stehen bzw. sitzen. Auf der Rückseite der Fibel ist ein typisches Backscharnier zu finden (Bild 4), dessen Typ im 1./2. Jh. in den römischen Provinzen verbreitet war. Die Höhe der Fibel beträgt 3,6 cm, die Breite 3,0 cm und die Dicke 0,3 cm. Das Gewicht 14,914 Gramm. Die Gegenstände können aufgrund der Untersuchung ähnlicher Darstellungen sowie der Fundorte ins 2.-3. Jh. datiert werden. Die darauf und auf anderen Kunstgegenständen zu sehenden Darstellungen sind auf ein gemeinsames Musterbuch zurückzuführen und in Verbindung zu ihrer Herstellung steht die Volkstümlichkeit der Gladiatorenspiele in den Donauprovinzen. Auf Grundlage der Untersuchung der Fibeln können wir behaupten, dass diese Typen auch in Serie hergestellt wurden, obwohl bisher nur drei Stücke und eine Gussform publiziert wurden. Die mit Gladiatoren und Inschriften versehenen Fibeln sind so nicht nur ein Andenken an die pannonischen Gladiatoren, sondern auch eine schöne Schöpfung der provinzialrömischen Kunst. 158

Next

/
Thumbnails
Contents