Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 1. (Tata, 1968)

Négy későrómai sír Brigetioból

Grab 9. Sarkophagbestattung. Der Sarkophag hat iraschrifltlose, grobbearbeitete Ober­flächen. Im Sarkophag lag das Skelett eines Kindes (Tafel VIII/1— 3.). Die Bestat­tung ist auf Grund der im Grab gefundenen Münzen in die Zeit Aurelians zu ver­legen. Die Münzen Aurelians sind kaum gebrauchte, wohlerhaltene Stücke. Die Kennstücke der Beigaben sind die gewölbte Glasflasche (Bild 7/5 und Tafel IX/5.), sowie der eingebauchte Giasbecher (Bild 7/6 und Tafel IX/4.). Beide Typen waren, ebenso wie der Bleispiegel, in unser Provinz zu Ende des 3. und zu Beginn des 4. Jahrhunderts im Gebrauch. Die bronzene Erostfigur ist im 3. Jahrhundert an meh­reren Orten zu finden (Bild 7/2 und Tafel IX/3.). Grab 10. Aus Steinplatten zusammengestelltes Grab. Als Deckel war ein aus Kalkstein gemeisseltes Eowenpaar aufgelegt, das vordem ein anderes Grabmal geziert hatte (Bild 8 und Tafel X/l.). Das Grab datiert der guterhaltene Antoninianus des Pro­bus auf das Ende des 3. Jahrhunderts. Das Kennstück der Fundgruppe ist dio trichterhalsige Glasflasche aus dem letzten Drittel des 3. Jahrhunderts. Ausserhalb des Grabes kamen noch eine Bronzekanne mit Kragen hals und eine mit Ausguss­rand zum Vorschein. Die behandelten Gräber bildeten kein zusammenhängendes Gräberfeld, son^ dern waren alleinstehende Bestattungen. Sie kamen nicht zu gleicher Zeit in der! Boden, zwei aus den ersten Jahrzehnten des 4. Jahrhundert. Die publizierten Gräber zeugen von bedeutsamen Handelsbeziesungen mit dem Osten (wir müssen auch mit ethnischen Komponenten rechnen), und bieten zugleich Angaben über das örtliche Gewerbe. László Barkóczi

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