Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 1. (Tata, 1968)

Ötvösmester hagyatéka Esztergomban a tatárjárás korából

im Raum unter dem südlichen Turm, ist der Sohluss-Stein mit einer rot­bemalten Pantherfigur versehen (Hintergrund schwarz) (Abb. 11). Im mittleren Raum, unter dem Chor, ist der Schluss-Stein reich ausgebildet: aus dem Maul eines Pantherkopfes wächst eine Weintraubenranke aus (Abb. 13). Auch die Pantherfiguren von Vízakna und Vupród haben den­selben Sinn. Dieses volkstümliche Sinnbild Christi in Pantherform lebte auch in der Zeit der Gotik in Székesfehérvár weiter: hier wurde eine Silberschale, versehen mit der Figur des triuphierenden Agnus Dei- Pant­hers, gefunden. Diese Pantherfigur kommt auch in einem Missal des XIV. JH.-s aus Pozsony—Pressburg vor (Abb. 14). Ihre auf „skythische" Art ausgebreitete Darstellung finden wir auf einer durchbrochenen Scheibe aus Sopron-Malomárok (Abb. 11,2). Auf dem Relief aus Somogy túr (Abb. 12). ist Christus wieder in seinen zwei Rollen sinnbildlich dargestellt: der geflügelte Greif (Attribut des Apollon) deutet auf seine himmlische, der Panther mit dem Kreuz auf seinem Rücken dagegen auf seine irdische Rolle hin. Beide Tier typen stammen aus dem Kreis des Kettlacher Stils. Der Sinn unserer pantherförmigen Aquamanilie aus Esztergom wird also mit Hilfe dieser mittelalterlichen Pantherdarstellungen verständlich ge­macht. Nándor Fettich 181

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