Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 1. (Tata, 1968)
A dévényújfalui temető etnikai és történelmi problémái
RESUME Der Friedhof wurde von 1922 bis 1933 erschlossen, und J. Eisner veröffentlichte ihn in seinem Werk Devinska Nova Ves, im Jahre 1952. Er befasste sich ausführlich mit den, im Friedhof zum Vorschein gekommenen Funden und deren Analogien, doch beachtete er die Verbindung des Friedhofsplans und des Fundmaterials nicht. Die neueren Erschliessungen lieferten sehr viele neue Angaben zur Wertung des Friedhofs. Diese beiden Faktoren machten die, nach neuen Standpunkten verrichtete, ausführliche Untersuchung des Friedhofs erforderlich. Trotz der Fehler des Friedhofsplan (96 Gräber fehlen) und trotz der Mängel der Grabsbeschreibungen ist es geglöckt, das Fundmaterial und den Plan gemeinsam zu prüfen. Das erste Ergebnis zeigt, dass die isolierbaren Gruppen jene Meinung Eisners wirlegen, wonach der Friedhof von einer grossen, konzentrierten Bevölkerung benutzt gewesen wäre. Es ist uns gelunken, 12 Gruppen abzusondern, das heisst, die Gruppen ï, II, III, IV, V, VI, VII. am Ostflügel und I, II, III, IV, V. am Westflügel des Friedhofs. Deren miteinander verglichene Zeitfolge konnten wir folgendermassen feststellen: Ostflügel: Gruppe I, IL = Westflügel: Gruppe I. Ostflügel: Gruppe III, IV. = Westflügel: Gruppe II. Ostflügel:Gruppe V, VI, VII. = Westflügel: Gruppe III, IV. Die Gruppe V. enthält die spätesten Gräber und die Gräben von Bjelobrdo. Im Gegensatz zu Eisners Meinung halten wir die Urnengräber nicht für die ältesten, sondern- nach der Form und Verzierung der Urnen, ferner auf Grund der Durchschneidung des Skelettengrabes No. 302. und einer späten Pfeilspitze, die in einer urne gefunden wurdekönnen wir sie auf das Ende des VIII, Anfang des IX. Jahrhundert datieren. Was die Datierung des ganzen Friedholfs anbelangt, sind wir zum Resultat gekommen, dass die Datierung Eisners für die Jahre von 625 bis 800 nicht mehr annehmbar sei. Die Funde awarischen Charakters können am Frühesten auf das Ende des VII. Jahrhunderts datiert werden, ihre Mehrheit weist jedoch auf das Ende des VIII. , Anfang des IX. Jahrhunderts hin. Die Gräber mit sogenanntem Bjelobrdo-Charakter dürften aber vom Anfang des X. Jahrhundert stammen. Die Wertung der späten Gräber wird durch den Umstand erschwert, dass die Ränder des Friedhofs nisht auf allen Seiten erforscht wurden, so sind warscheinlich gerade die späten Gräber in der Erde geblieben. Hinsichtlich der Bestimmung der Ethnik jener Bevölkerung, die den Friedhof benutzte, können wir keine entschiedene Meinung ausis131