Kisné Cseh Julianna (szerk.): Annales Tataienses III. Régészeti adatok Tata történetéhez 1. (A Tatán 1999-ben megtartott tudományos ülésszakon elhangzott előadások anyaga). Mecénás Közalapítvány, Tata, 2003.

T. Dobosi Viola: Tata-Porhanyóbánya középsőpaleolit telep

Die mittelpaläolithische Siedlung von Tata-Porhanyóbánya Viola T Dobosi Die legendenhaft lange Forschungsgeschichte von Tata-Porhanyóbánya ist nicht nur im heimischen Paläolithikum einzigartig. Es gibt sehr wenige Fundstellen auf der Welt, worüber schon vor der „Entdeckung" der Altsteinzeit wissenschaftlich berichtet wurde. Die wissenschaftliche Karriere und wahres Schicksal der mittelpaläolithischen Fundstelle gestaltete sich aber unterschiedlich. Ihre wissenschaftliche Nachricht begründete die von Tivadar Kormos in 1909 geführte Freilegung und Bearbeitung und bekrönten die Ausgrabungen unter der Lei­tung László Vértes in 1958-1959 sowie mit dem akademischen Preis ausgezeichnete Monographie von 1964. Die neuste Freilegung begann in 1995, als eine Exkursion der in Berlin organi­sierten internationalen INQUA Konferenz Tata-Pohanyóbánya in ihr Programm auf­genommen hat. Obwohl die Exkursion nicht stattfand, dauert die Freilegung seit fünf Saisons an und wird von dem Kuny Domokos Museum, der Stadt Tata, dem Ministe­rium des Kulturerbes und von dem Eötvös József Gymnasium unterstützt. Die neue Ergebnisse teils bestätigen, teils ergänzen unsere bisherige Kenntnisse. Seit der Erscheinung der Monographie in 1964 ist das bedeutendste Ergebnis die neue Datierung der Fundstelle. Die zur Zeit gültige Angabe nach ist das Alter der Funstelle das Ende des RAVInterglazials, die 5a Sauerstoff-Isotop Phase, im absoluten Wert ungefähr 100.000 Jahr. Bei der Auswahl der Siedlungsstelle spielten zahlreiche solche Faktoren mit, die in jüngeren archäologischen Perioden, historischen Epochen und zur Zeit für den Ort sprechen. Entscheiden wären die Nahe des Fluss/Trinkwassers, die Warmqueüen und die Jagdmöglichkeiten, die mannigfaltiger Wildbestand der verschiedenen ökologi­schen Gebiete baten. Diese wurden von der Nähe der Rohstoffquellen ergänzt. Nach der Berechnung bat das im Juli höchstens 19 C° Temperatur warme Klima schon nicht die Fülle der Interglazial aber die bedeutendste Klimaänderungen der beginnenen Glazial erreichten schon hier nicht die Gemeinschaft. Die retuschierte Werkzeuge wurden aus Silex und Quarzit-Geröll gemacht, die wegen der Gegebenheiten des Rohstoffes klein und stämmig sind. Der Prozentsatz der klingenartigen Abschläge und Grundformen erreicht nicht 10 Prozent. Die Fund­stellen der geröllverarbeitenen mittelpaläolithischen Industrie konzentrieren in einer breiten mittel-europäischen Zone. Vermutlich wurzelt diese rohstoffverschaffene Strategie und werkzeugausstattene Technologie in einer starken altpaläolithischen Industrie, welcher Spuren vereinzelt in ganz Europa auffindbar sind und aus welcher nach langer Entwicklung sich die mannigfaltige mittelpaläolithische Geröll-Indu­strien entfalteten. 19

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