Kisné Cseh Julianna (szerk.): Annales Tataienses III. Régészeti adatok Tata történetéhez 1. (A Tatán 1999-ben megtartott tudományos ülésszakon elhangzott előadások anyaga). Mecénás Közalapítvány, Tata, 2003.

Ifj. Bóna István: A tatai római freskós szoba mennyezetének restaurálása

Die Restaurierung der Decke des römischen Freskozimmers von Tata István Bona jr. In der Tataer Burg ausgestelltes aus Brigetio stammendes römisches Zimmer aus dem 2. Jh. ist wahrscheinlich die grösste rekonstruierte Freskogruppe ausser Italien und gehört aus künst­lerischer und kulturgeschichtlicher Hinsicht zu den bedeutensten. Mit lange Zeit dauernder Kleinarbeit hat Endre Bíró Schritt für Schritt das System der Zierden und Darstellungen gelöst und so, dass wir fast alle Eigentümlichkeiten der heute aus­gestellten Rekonstruktion beweisen können. Die Art der Ausführung wurde anhand in dieser Zeit ungewöhnlicher fortschrittlicher Prinzipien gestaltet, als den Bau der vollständigen Rekonstruktion am Anfang der 60-er Jahren entschieden wurde. Das Grundprinzip der Rekonstruktion war die Umkehrbarkeit. Nur solche Methoden dürften benutzt werden, die die verletzunglosen Aushebung der Bruchstücke, der Verändern­barheit des ganzen Systems und die Möglichkeit der Einbau von neuen Funde ermöglichten. Der Besteller hat die Verjüngung des Bewurfs, die damals fast verbindlich war, strikt verboten. Die Bruchstücke passen nämlich nicht immer bei den gemahlenen Flächen zusammen und damit wollten sie die spätere Einsetzbarkeit der neuen zum Vorschein gekommenen Fresken auch fordern. Epochmachend und noch heute vollständig gültig ist die Konzeption der ästhetischen Aus­stellung des Zimmers. Viele befinden die vor 30 Jahren niederlegten Prinzipien noch heute für zu streng. Die Meisten stellen in Frage, dass an den mythologischen Darstellungen keinerlei Ergänzung angewendet wurden. Für besseres Verständnis dienen Rekonstruktionszeichnun­gen und Malereien. Aus der Kolorierung der Wände wurden nur die helleren Tönungen der Grundfarben aufgemahlt und die Deteils weggelassen, die die Besucher in ihren Phantasie restaurieren müssen. Wir müssen im Fall der Decke von dieser Strenge absehen. Dort wären das aus feinen Mo­tiven bestehende sogenannte Tapetenmuster und die in diesem befindlichen kreisförmigen Bildfelder ohne gewisse Ergänzungen unverständlich. Die Restauration dauerte mit einigen Unterbrechungen 30 Jahre lang und wahrscheinlich könnte im Fall der fortdauernden Arbeit mindestens einen Jahrzehnte beanspruchen. Die Rekonstruktion des römischen Zimmers wurde in einem mittelalterlichen Saal der Burg aufge­baut. Dort stehen die Seitenwände, die Pseudowand der Decke und die Pseudodecke. BEI DEM ZUSAMMENBAU DER SEITENWÄNDE BENUTZTES VERFAHREN (Diese Arbeit wurde von Miklós Móré, Hauptrestaurator des Museums der schönen Künste, gemacht) In 60-er Jahren war das fortschrittlichste Verfahren die Einsetzung in den Kunststoffschaum und die Restauratoren wählten auch dieses. Die Pseudowände wurden aus dicken Polystyrol­schaumplatten (Hungarocell) mit einer entsprechenden Metall- und Holzkonstruktion ge­baut. Bei der Befestigung der Freskenbruchstücke an den Seitenwände wurde ein solcher aus Per­ut und Wasser^'"s gemischter Klebstoff benutzt, der die Bruchstücke befestigt aber gleichzeitig von dem römischen Bewurf vollständig abbröckelbar ist. 160

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