Borhy László szerk.: Acta Arheologica Brigetionensia. A római kori falfestészet Pannóniában. Komárom, 1998.

A konferencia előadói és résztvevői - 3. Aquincum falfestészete - Orsolya Madarassy (Budapest): Die Lage der Aquincumer Freskensammlung – Zusammenfassung

DIE SITUATION DER AQUINCUMER FRESKENSAMMLUNG - ZUSAMMENFASSUNG Urn mit der Datenaufnahme fur die Sammlung beginnen zu können, muß eine gewisse Mobilität der Fragmente gewährleistet sein. Ein Großteil des Freskenmatarials befindet sich noch heute in demselben Zustand, wie es von der Grabung ins Museum gelangte. Das heißt, die „jüngere" (15-20jährige) Fundgruppe wurde zwar an Ort und Stelle zunächst gesäubert, konserviert und erst dann ver­packt. Doch ist zu befürchten, daß die Konservierungsmittel seither ihre Wirkung verloren haben, daß der Putz bricht und abbröckelt. Im Falle älteren Materials erfolgte noch nicht einmal die Säuberung vor Ort. Diese Fragmente wurden ohne jegliches Isolierungsmaterial wahllos übereinander in Holzkisten gapackt und so ins Magazin transpontiert. Heute kann man sie nur noch mit Hilfe einer chemischen Behandlung reinigen, und ihre Konservierung ist wegen des ausgetrockneten Verputzes unerläßlich. Grundvoraussetzung für eine zeitgemäße Regelung der Lagerung ist also, daß das Umverpacken von fachlich geschulten Restauratoren geleitet wird, welche die je nach Fundgruppe unterschiedlichen Probleme der Substanzerhaltung sofort lösen können. Unter Beachtung obiger Richtlinien begannen wir im Herbst 1996, das Magazin für Fresken neuzuordnen. Mit den vom Museum bereitgestellten Mitteln konnten 75 m 2 des äteren Materials umgelagert werden. Zwischenzeitlich beteiligten wir uns an zwei Ausschreibungen („Nationaler Kulturfonds", OTKA), in deren Ergebnis man uns im Zeitraum 1997-2000 einen ergänzenden Zuschuß für die beschleunigten Durchführung unserer Pläse zur Ordnung der Freskensammlung gewährte. Dadurch wurde es möglich, das Fundmaterial von den Grabungen des laufenden Jahres (Statthalterpalast: ca. 15 m 2 , Aquincum-Canabae, westlicher Stadtrand /Vályog u. 13./, Wohnraum: ca. 3 m 2 ), nach entsprechender Schutzbehandlung vor Ort, schon dem neuen System entsprechend ins Museum zu befördern. Die Datenaufnahme und Inventarisierung von 1200 m 2 Freskenfragmenten in herkömmlicher Weise würde heute bereits unabsehbar viel Zeit- und Materialkapazität in Anspruch nehmen. Eine Datenaufnahme per Computer beschleunigt nicht nur den Vorgang, sondern sorgt auch für exaktere und folgerichtigere Angaben. Den Kartons mit der Besschreibung möchten wir digitalisierte Aufnahmen hinzufü­gen. Diese Datenaufnahme könnte mit der Zeit auch zur Ordnung der Magazine herangezogen werden. Die im Computer gespeicherten Aufnahmen ermöglichen außerdem, daß die erste Phase der Aufarbeitung per Computer erfolgt, und zwar durch eine virtuelle Rekonstruktion, so daß dieser Arbeitsvorgang eine Materialbewegung bereits erübrigt. Nach der theoretischen Rekonstruktion kann dann der Matierial- und Kostenaufwand zur umfassenden Wiederherstellung eines Freskos konkret ermittelt werden, und auch bei der Restaurierung würde man die zur Auswahl des Materials vorgesehene Zeit einsparen, die bei dieser Arbeit den kostspieligsten und längsten Arbeitsvorgang darstellt. ACTA »ARCHAELOGICA •BRIGETIONENSIA 171

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