Szabó István: Fejezetek az észt kultúra történetéből – A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok közleményei 53. (1995)

bürgerlichen Republik öffnete sie gegen Westen, in der härteren Periode der sowjetischen Epoche beginnt sie die noch lebenden finno-ugrischen Verwandten auf dem Gebiet der Sowjetunion intensiv zu forschen, bzw. baut sie mit den baltischen Republiken engere Beziehungen aus. Und da sich dieses Volk als Estnisch in Richtung Ausland nur auf dem Gebiet der Kultur äußern konnte, wurden die estnischen Nationaleigentümlichkeiten in den illegalen und offiziellen Kunstdarstellungen im Ausland stärker betont. Das war nur so möglich, daß sich die hohe Kultur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der jahrhundertelang bewahrten bäuerlichen Kultur ernährte; die volkstümliche Bstimmtheit bedeutete ja die nationalen Züge in der estnischen Kunst, die sich Europa anschließen wollte. Dieses Volk traf sich mit Europa so, daß es nach Europa etwas mitbrachte. Ich betone es deshalb, weil ich meine, das kann für unsere ungarische Kultur als Beispiel dienen. In meiner Arbeit wollte ich die Rolle der estnischen Intelligenz seit dem Beginn der Epoche des Erweckens des Nationalbewußtseins betonen. Ich versuchte die organisierende Tätigkeit darzustellen, die von mehreren Generationen deshalb durchgeführt wurde, um ihre moderne Nationalkultur aus ihrer traditonellen Volkskultur zu schaffen, bewußt zu machen und weiterzuentwickeln. Daß das keine Fiktion, keine Anakronie auch in unseren Tagen ist, ist ein Beispiel dafür der Weg der Esten. 214

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