Bagi Gábor: A Jászkun Kerület és a reformországgyűlések – Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok közleményei 47. (1991)

punkt, die Interesse des Jazyg-Kumanischen Distrikts ganz ausser acht lassend während seiner Abgeordnetenzeit. Die Lage änderte sich erst Anfang Februar 1834, als Illéssy im Laufe der Verhandlung des X. Gesetzartikels (bürgerliche Rechtspflege) nicht imstande war, der Lan­destag dazu zu zwingen, das im Jazyg-Kumanischen Distrikt existieren­de Rechtsprinzip anzunehmen. Dieses Prinzip war, dass dasselbe Gericht in den Prozessen der Adeligen und nicht Adeligen den Urteil fällt. (Es bedrohte auch die Möglichkeit, dass die Distriktsadeligen den jazygischen und kumanischen Privilegien gegenüber ihre Landvorrech­te - z. B. die Steuerfreiheit der Adeligen gegenüber der öffentlichen Last, die im Jazyg-Kumanischen Distrikt schon überall in der Praxis war ­wollen gelten lassen.) Die Districktgeneralversammlung, die dieses unerwartete Ereignis natürlich als gefährliche Lage bezeichnete, handel­te ausserordentlich schnell, und auf paradoxer Weise wurde das fortsch­rittliche privilegiale Rechtsprinzip mit der Hilfe des Palatins und der konservativen Obertafel verteidigt. Aber der Preis der Hilfe wurde die Abberufung von Illéssy, die Ernennung eines neuen Abgeordneten, und in den das Land betreffenden Fragen mussten sie immer die Meinung des Palatins erfragen. Eben deshalb stimmte das Jazyg-Kumanische Districkt ständig mit der konservativen Gruppe des Landestages zusam­men, und wirkt sehr tätig bei der Stürzung der Pläne der Befreiung der Leibeigenschaft und von der Abschaffung des Gesetzes vom Jahre 1351 mit. Im November 1836 ernannte der Palatin statt Antal Somogyis, der gestorben war, Imre Szluha von Verbó, den berüchtigt konservativen ehemaligen Abgeordneten von Region Fejér, zum Palatinsoberhaupt­mann des Jazyg-Kumanischen Distrikts. Imre Szluha blieb in seinem Amt bis zu 1848. Szluha war während drei Landestage der erste Abge­ordnete des Munizipiums, und sowohl als Oberhauptmann als auch als Abgeordneter erwies er sich als ein konsequenter Gegner der liberalen Vorstellungen. 1843 übertrat er sehr grob sogar die Abgeordnetenanwe­isungen des Jazyg-Kumanischen Distrikts, und er unterdrückte später die dadurch entstehenden Bewegungen so drastisch mit der Hilfe der Beamtenschaft, dass dadurch nicht nur sein Name, sondern auch der des Jazyg-Kumanischen Districkts im ganzen Land sehr berüchtigt wurde. In den Zeitungen wurden von nun an die im Jazyg-Kumanischen Dist­rikt herrschenden Verhältnisse sehr oft, manchmal sogar sehr spottisch angegriffen. Die Lage wurde so gespannt, dass sogar der Palatin 1845 ­vor den Zentenarfeierlichkeiten des Jazyg-Kumanischen Distrikts - zur Einführung gewisser örtlicher Reformen gezwungen war, die Lage wur­de aber erst 1848 endgültig erledigt. 264

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