Gecse Annabella et al. (szerk.): Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 18. (Szolnok, 2009)

Néprajz - Viga Gyula: „Amidőn Isten eő szent felsége a föld termésére alkalmatos esztendőket szolgáltat” A vízrendezés előtti Bodrogköz földműveléséhez

Néprajz Gyula Viga Zum Ackerbau des Bodrogeckes vor der Wasserregulierung László Szabó ließ im Jahre 1996 einen außergewöhnlich bemerkenswerten Vortragtext erscheinen, in dem er über­zeugend bestätigt, dass die Wasserregulierung des Donau- und Theißtales und die Entwässerung der Großen Ungari­schen Tiefebene ein sehr wichtiger Anreger der Vereinheitli­chung und der Assimilation der Kultur gewesen sei. Der Verfasser der Studie bestreitet jene Feststellung von László Szabó, dass die Wirkung der Landschaftsumstaltung und ihre das Bauerntum grundsätzlich berührenden, man­nigfaltigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturel­len Folgen nicht genügende Aufmerksamkeit von der Seite der Forschung aus bekommen hätten. Er findet diese Auf­merksamkeit sogar übertrieben, auch im Sinne, dass die Forschung die besser als je früher organisierte Arbeit großen Maßstabes der Landschaftsumstaltung für eine eindeutige Zäsur hält, für eine Streckengrenze, die die frühere Daseins­form, das System der vorgehenden Epoche beseitigt und ei­nem anderartigen, neueren System den Weg frei macht. Er meint, dass der Formel viel zusammengesetzter sei als der vom anderen Forscher erwähnte: die die Daseinsformen der am liebsten aufgedeckten und als Beispiel genommenen ge­schichtlichen Landschaften vereinigenden Lebensartsstra­tegien waren nicht einfach differenziert, beim Ablauf ihrer Geschichte konnten doch Vorwärts- und Rücktritte einander wechseln. Dabei wurde auch das Verhältnis der Elemente der produzierenden Wirtschaft und der erbeutenden Lebenswei­se modifiziert und nicht nur wegen der menschlichen Fak­toren - wie z. B. die Veränderung der Bevölkerungszahl sondern auch wegen der Schwankung des Klimas, bzw. der Wasserläufe. Die Studie veröffentlicht - in erster Reihe auf Grund der die Urbarialordnung vorbereitenden bäuerlichen Angaben (1772) - Feststellungen in Verbindung mit dem Agrarwirt­schaft der Dörfer des Bodrogeckes vom 18. Jahrhundert. Die Mehrheit der Siedlungen bebautete ihre Feldmark in Zweidruck, deren Ausbreitung wurde durch die jeweiligen Wasserläufe grundsätzlich beeinflusst. Ein Teil der Ackerfel­der brachte auch ohne Düngung Getreide, die wasserfreien Geländen, die 95 M Flöhe über dem Meeresspiegel erreich­ten, beanspruchten aber den Ersatz der Bodenkraft. Unter den Produkten dominierten die Herbst- und Frühjahrsgetrei­desorten und die Pflanzenkulturen kurzfristiger Züchtung. In den ständig angebauten Gärten der Rodeländer wurden Hackfrüchte kultiviert. Die Produkte sicherten überwiegend die Selbstverpflegung, aber Viele von den Naturalien wur­den auch auf den eine oder zwei Gehstunden weit entfernten Wochenmärkten verwertet. (Neben den Geflügeln, Eiern und Butter Kraut, Gemüsesorten, Tabak und Melonen.) 385

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