Gecse Annabella et al. (szerk.): Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 18. (Szolnok, 2009)

Történelem - Elek György: Karcagi téglagyárak és téglabélyegek (1949-ig)

Tisicum XVIII. György Elek Ziegelwerke und Ziegelmarken von Karcag bis zum Jahre 1949 Der Karcager, wie in der Regel der Mensch aus der Tiefe­bene, ließ bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts sein Haus aus Erde, aus Lehm bauen. Die Gebäude mit geschlagenen oder Lehmmauern waren mit Schilf bedeckt und trotz der ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ständig zugeschickten Behördenverbote wurde ein Teil der Schornsteine bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auch aus Holz oder Rutenflech­ten angefertigt. Es musste eine lange Zeit vergehen, solange der Ziegel beim Hausbau zu einer wichtigeren Rolle kam. Die Stelle der ersten Ziegeleien und der daneben gebauten Ziegelöfen ist heute nicht mehr bekannt, da die meisten alten Lehm- und Ziegelschlagengruben aber auf den nördlichen und den südlichen Seiten der Stadt zu finden sind, annehmlich sollte das eine davon sein. Auch die geografischen Namen des erwähnten Stadtrandes zeugen von den entsprechenden Gegebenheiten des Bodens. Ziegel größerer Menge wurden bloß zur Zeit der größeren Bauarbeiten - Rathaus, Schule, Kirche - angefertigt. Der große Vorschritt, die Schaffung der Gründe der industriel­len, oder lieber manufaktureilen Produktion, wurde durch die Nachfrage zur Zeit des Eisenbahnbaus gebracht. Zur Ver­mehrung des von Baumaterialien entstammenden Einkom­mens organisierte das über die Lehmgruben als Inhaber ver­fügende Kompossessorat im Frühling des Jahres 1856 die betriebsmäßige Ziegelproduktion. Die Ziegelnachfrage wuchs ab den 1870er Jahren ständig, die richtigen Sternstunden der Karcager Ziegelherstellung kamen aber erst wegen der großen Bauarbeiten um 1890 bis zum Ersten Weltkrieg an. Da wurden die öffentlichen Ge­bäude des Hauptplatzes (Bezirksgericht, Gymnasium, Mäd­chenschule, Sitz der Gewerbekorporation, usw.), mehrere Industriebetriebe (Mühlen, Elektrizitätswerk, Wasserturm) und sehr viele Wohnhäuser gebaut. Die Studie identifiziert auf Grund der auf den auch heute noch aufzufindenden Ziegeln sichtbaren Firmenzeichen (Ziegelmarken) die Produkte der Ziegelwerke. 208

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