Tárnoki Judit szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 19. (2009)

Történettudomány - László András Horváth - Katalin H. Simon - Ungewöhnliche Gedanken über einen Meeresgott

Tisicum XIX. Alle Einzelheiten dieses Wandels und dieser Umformung kön­nen heute nicht mehr rekonstruiert werden. Wie bei anderen göttlichen Personen und mythischen Wesen kann es sich, in Beziehung auch mit Poseidon, höchstwahrscheinlich eher um einen, an Übergängen reichen Vorgang als voneinander streng separierbare, gut ergreifbare Stationen handeln. Aufgrund unserer kurzen Analyse, obwohl wir zahlreiche Beziehungen und Zusammenhänge zum Feuer und zu den damit in Verbindung stehenden Gestalten gefunden haben, kann nicht ausgesprochen werden, dass Poseidon jemals ein Feuer- oder Handwerkergott gewesen wäre. Die Behan­delten tönten zwar unsere bisherigen Vorstellungen über den Gott der Gewässer und der Tiefe ab, aber sie änderten das im Wesentlichen nicht. Poseidon bleibt uns natürlich, was er bis dahin war, also der manchmal wilde, manchmal hilfsreiche Gott des Meeres, der Herr der Erdbeben und der Vulkane, oder der erste und größte Pferdehalter der Welt. Durch die Erörterten wollten wir aber darauf aufmerksam machen, wie reich und zusammengesetzt, manchmal widersprüchlich die Gedankenwelt sein kann, aus der die griechische Mytholo­gie, später die Philosophie viel schöpfte und deren Unter­suchung mit vielen Neuigkeiten, sogar Überraschungen den Forschem auch noch in der Zukunft dienen kann. 542

Next

/
Thumbnails
Contents