Tárnoki Judit szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 19. (2009)
Régészettudomány - Kelemen Angéla - Egy Árpád-kori településrészlet ismertetése Szolnok-Alcsi-sziget lelőhelyről
Régészettudomány ser baten sich mehrere Möglichkeiten dar. Sie konnten aufgehende Balkenwände besitzt haben 5, oder eine Konstruktion aus Pfosten und Pfetten 6, wobei die Pfettenträger außerhalb des Hauses aufgestellt waren. Gleichzeitig konnten die Pfettenträger auch innerhalb des Gebäudes gestanden haben, wurden aber nicht in den Boden der Grube versenkt 7. Feuerherde: quadratische oder runde Feuerherde befanden sich im Befund Nr. 2 in der südöstlichen Ecke, in den Befunden 4. und 13. an der nordöstlichen, und im Falle des Befundes Nr. 6 in der südwestlichen Ecke. An der nördlichen, kürzeren Wand des zweiten Befundes befand sich ein weiterer Herd, das aber wahrscheinlich ein späterer äußerer Herd war. Die große Fläche seiner Platte und ihr Vorfeld lässt auf jedem Fall darauf schließen. Die aufgelassene Grube des Hauses wurde später als Arbeitsgrube des Herdes benutzt. 8 Unter der Platte des im Hause befindlichen Herdes („a") wurde eine 5-10 cm dicke Lehmschicht dokumentiert, in der Tierknochen eingelehmt wurden. Auch bei der Platte des Herdes „b" wurden einige Tierknochen beobachtet. Der eine Herd, der in die Seite des Hauses eingesetzt wurde, besaß nur an einer Seite eine Mündung ins Haus. Meiner Meinung nach gehört der Herd des Befundes Nr. 6 dieses Typs an. Der andere Herdtyp wurde in einer Ecke des Hauses erbaut. Der Herd „a" des Befundes Nr. 2 und 4, sowie 13 gehören in diese letztgenannte Kategorie. 9 Die Kochplatte des Herdes aus den Befunden 2 und 13 sind gut durchbrannt, was darauf hinweist, dass sie lange im Gebrauch waren. Die Kochplatten aus den Befunden 4 und 6 waren nicht durchbrannt, wahrscheinlich wurde das Haus rasch verlässt. Gräben: Die Untersuchung der Gräben, ihre kleine Größe und das Fehlen an Funden macht sie hinsichtlich ihrer Funktion zur weiteren Folgerungen nicht tauglich. Das Profil des Grabens Nr. 7 ist homogen, es gibt keine durchgebrannten Schichten. Anhand der Planumszeichnungen können die gebogenen Graben (Nr. 5, 7 und 10) laut ihrer Form und Lokalisierung auf die gleiche Periode datiert werden. Alle drei befinden sich entlang des Ufers, zwei von ihnen können mit jeweils einem árpádenzeitlichen Befund in Verbindung gebracht werden. Die auf Szolnok-AIcsi-sziget freigelegten Gräben können zur Abgrenzung der Gebäuden gedient haben. Aus der Erde, die aus den Gräben entnommen wurden konnten an der inneren Seite der Gräben eine Schanze errichtet worden sein. Wegen der maschinellen Entfernung der oberen Humusschicht konnte der Freileger die eventuellen Spuren einer Schanze nicht beobachten. Siedlungsstruktur: Alle der árpádenzeitlichen Befunde (die an der Planumszeichnung aufgetragen wurden) befanden 5 CS.SÓS Ágnes 1984. 72-73., TAKÁCS Miklós 1999.100. 6 ERDÉLYI István - SZIMONOVA Eugénia 1987. 295., TAKÁCS Miklós 1999. 99. 7 SABJÁN Tibor 1999.139-140. 8 MÉRI István 1963. 83. 9 MÉRI István 1952. 58. sich an der Anhöhe entlang des Ufers, am Ufer des einstigen toten Theißarmes. Die Häuser standen in einer Entfernung von zwischen 16 und 17 Meter voneinander. Keramikfunde: Die Datierung der Siedlung versuchte ich anhand der Funden. Zur Durchführung dieser erschienen in Folge der Mangel an anderen Funden die Keramikfunde am tauglichsten. Zur Analyse ganzer Gefäße gab es keine Möglichkeit. Das keramische Ensemble ist stark fragmentiert, aber es kamen einige größere Bruchstücke ans Tageslicht, die zur Untersuchung geeignet waren. Münzen oder andere Eisengegenstände, die meine Datierungsversuche hätten erleichtern können, kamen nicht ans Tageslicht. Unter den Keramikfunden konnte ich anhand ihres Materials 5 Typen herausgliedern. Den ersten Typ bilden die geschmeidigen, sich „fett" anfühlenden Keramikfunde, die von Júlia Kovalovszki anhand der Freilegungen in Szarvas-Rózsás ausgesondert wurde, und die seitdem in der Fachliteratur als Typ Rózsás bezeichnet werden. 1 0 Diese Bruchstücke sind aus Lehm von guter Qualität hergestellt worden, sind gut geglättet und rot gebrannt. Der zweite Typ ist die klassische árpádenzeitliche Keramik. Die Oberfläche ist gröber als die oben erwähnten, sie sind mit gemahlener Keramik und Kiesel gemagert. Die Farbe variiert von rotbraun bis dunkelgrau. Die Dekorierung besteht aus am Schulter verlaufendem mit einer Furcht gebildetem Wellenmuster oder aus Wellenmuster, die mit einem spitzen (meistens mit, aus einem gespaltenen Knochenteil angefertigten) 1 1 Gegenstand angebracht wurden. Am Bauch verläuft meistens ein durch einen seichten Graben gebildetes und tief eingeglättetes Schneckenmuster. Sie sind Dekorierungsarten von bauchigen Töpfen und Töpfchen mit gebogenem oder waagerecht ausladendem Rand und breiter Mündung. Den frühen árpádenzeitlichen Keramiktyp repräsentiert ein einziges Bruchstück eines Gefäßes mit gerilltem Hals. Die Fragmentierung und das Fehlen weiterer Bruchstücke macht uns darauf aufmerksam, dass weitgehende Schlussfolgerungen nicht erzielt werden können. Ebenfalls ist das mit einem dichten Kamm eingeritztes Wellenmuster eine charakteristische frühárpádenzeitliche Dekorart. Diesen Typ repräsentiert ein kleines Bruchstück mit einem Wellenmuster, das mit einem 7-zackigen Kamm eingeritzt wurde. Am Boden von zwei Bruchstücken konnten wir Bodenstempel beobachten, beide erstreckten sich an der ganzen Bodenoberfläche. Zu den groben, mit Kiesel gemagerten Keramiktypen würde ich die Bruchstücke eingliedern die zur Tonkessel gehören und aus der Füllung des zweiten Befundes ans Tageslicht kamen. Anhand ihrer Farbe und Material können sie auch in 10 KOVALOVSZKY Júlia 1960.10. tábla 8-9. kép 11 FODOR István 1994. 423-424. 355 |