Tárnoki Judit szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 19. (2009)

Régészettudomány - Kulcsár Gabriella - A Makó-Kosihy-Caka-kultúra északi területei (…avagy amiről a nógrádi dombok hallgatnak…)

Gabriella KU LCSÁR Das nördliche Siedlungsgebiet der Makó-Kosihy-Caka-Kultur Resümee Über das nordungarische Siedlungsgebiet der Makó­Kosihy-Caka-Kultur ist wenig bekannt. Als Ergebnis der Rettungsgrabungen der 1990er Jahre kamen am Rand der Nördlichen Tiefebene zahlreiche neue Fundorte zutage. Allerdings hat dieses erfreuliche Informationswachstum das Gebiet der Nördlichen Mittelgebirge, das bei der Bestimmung der nördlichen Grenzlinie der Makó-Kosihy-Caka-Kultur besonders wichtig ist, nicht erfasst. Aufgrund der bisherigen wenigen Daten kann [hier] mit der nicht zu intensiven Anwesenheit der Makó-Kultur gerechnet werden. Aus Baglyashegy in der Umgebung von Salgótarján sowie aus Salgótarján-Pécskő sind frühbronzezeitliche Funde bekannt. Der 543 m hohe Pécskö-Felsen beherrscht als zentrale Erhebung die Landschaft, hier wurden während der Freilegungen u.a. frühbronzezeitliche Funde und Gussformfragmente geborgen, die mit keinem Objekt in Verbindung gebracht werden konnten. An die ursprünglich bedeutende Siedlung Salgótarján-Pécskő, in der auch Metallurgie betrieben wurde, schließen sich mehrere Terrassen und Plateaus an. In Salgótarján-Pécskő-puszta, das 400 m nördlich davon auf einem der Plateaus liegt, wurde auch ein vermutlich frühbronzezeitliches Haus freigelegt. Ähnliche Höhenfundorte wie die von Salgótar­ján werden von der Forschung auch in Piiiny— Várhegy bzw. Ecseg-Várhegy vermutet. Aufgrund der wenigen Quellen sind alle Daten über dieses Gebiet sehr wichtig. Anfang der 2000er Jahre hat der Nachlass eines Privatsammlers aus Salgótarján neue Möglichkeiten eröffnet, unter anderem zur Rekonstruktion der spätkupferzeitlichen/frühbronzezeitlichen Geschichte der Gegend. Der größte Teil der Gegenstände, die sich im sog. Holub-Nachlass befinden, stammen aus der Umgebung von Salgótarján, unter anderem auch aus der Umgebung von Zagyvapálfalva. Unter den Gegenständen war auch eine besondere, innen verzierte Fußschüssel (Abb. 1, Abb. 2. 1). Die kleine Schüssel gehört sowohl ihrer Verzierung als auch ihrer Form nach in die Gruppe der innen verzierten Schüsseln vom Ende der späten Kupferzeit bzw. vom Beginn der frühen Bronzezeit. Obwohl sie sich von ähnlichen Schüsseln der Makó-Kosihy-Caka-Kultur, die bis jetzt bekannt sind, in vielerlei Hinsicht unterscheidet, kann die Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden, dass es sich hier um eine regionale Variante handelt (Abb. 2). Aufgrund der typologischen Merkmale von Form und Verzierung finden wir die nahesten bekannten Analogien etwas überraschend weit entfernt in den SO-mährischen Fundorten, die in der Phase der Jevisovice­Kultur bewohnt waren, und zwar in der Umgebung von Brno, genauer im Raum Vysocany (Abb. 2. 2). Mit Hilfe des Schüsselchens haben wir über die nordwestlichen bzw. mährischen Beziehungen Nordungarns neue Daten erhalten (Abb. 3). | 194

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