Tárnoki Judit szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 19. (2009)
Régészettudomány - Dani János - P. Fischl Klára - A Berettyó-vidék középső bronzkori telijei (Topográfiai megközelítés)
Tisicum XIX. országon. A bükki és a tiszai kultúra. ArchHung. V-VI. 1937. 25 Jahre Urgeschichtsforschung in Ungarn 19121936. BRGK 24/25. 27-127. VÁNYI Róbert-BONA Gabriella 2004. A Bihari-sík tájvédelmi körzet. Daru füzetek. Debrecen. ZOLTAI Lajos 1922a. Őstelepek Debrecen környékén. In: Debreceni képes kalendárium. Debrecen. 55-60. 1922b. Jelentés Debreczen szabad királyi város múzeumának 1921. évi működéséről és állapotáról. Debrecen. 6. (Berettyóújfalu, Herpály puszta, Földvár) 1924. Jelentés Debreczen szabad királyi város múzeumának 1922. évi működéséről és állapotáról. In: Jelentések Debreczen szabad királyi város múzeumának és közművelődési könyvtárának 1922. és 1923. évi működéséről és állapotáról. Debrecen. 1928. Ásatások, kutatások. L. C. G. Clarke herpályi ásatása. In: Jelentés Debrecen szabad királyi város múzeumának és közművelődési könyvtárának 1927. évi működéséről és állapotáról. Debrecen. 12. János DANI - Klára P. FISCHL Die mittelbronzezeitlichen Tellsiedlungen des Berettyó-Gebiets Eine topographische Übersicht In dieser Arbeit - als Vorbericht einer größeren Studie wurde die topographische Datenbasis der Teilsiedlungen des ungarischen Teils des Berettyó-Tals veröffentlicht (Abb. 2). Aufgrund der Arbeiten von Lajos Zoltai, János Sőregi, János Makkay und Márta Sz. Máthé gehört das Forschungsgebiet zu den relativ gut erforschten Regionen, doch ist es mit der vorliegenden Arbeit gelungen, sehr viele neue Informationen zu sammeln. Bei den hier untersuchten Tellsiedlungen handelt es sich flussabwärts um die folgenden: LétavértesKopaszhegy (Abb. 12), Pocsaj-Leányvár (Abb. 13), EsztárFenyvesdomb (Abb. 10), Gáborján-Csapszékpart (Abb. 11) Berettyóújfalu-Herpály-Földvár (Abb. 1, 4), BerettyóújfaluKiskendereskert-Szilhalom (Abb. 6) und BerettyóújfaluBerta domb (Abb. 7) auf der rechten Seite, BerettyóúfaluKorhány (Abb. 5), Bakonszeg-Kádárdomb (Abb. 3), ZsákaReményerdô (Abb. 15) és Csökmő-Cserepes-Budai domb (Abb. 9) auf der linken Seite, ferner Bihardancsháza-Tósziget (Abb. 8) és Sárrétudvari-Poros halom (Abb. 14) entlang des Flusses Kálló. Nach den Umgebungsverhältnissen können wir die Fundstellen in zwei verschiedenen Kategorien einreihen. Einerseits gibt es die Flachlandsiedlungen des Wassersystems von Berettyó und Kálló. Diese sind am Ufer der oben genannten Flüsse angesiedelt. In allen Fällen waren sie mit einem Graben umgeben, in den das Wasser des Flusses mit höchster Wahrscheinlichkeit geleitet wurde. Ihre äußeren Siedlungsteile sind nach den hydrographischen Verhältnissen auf den nächsten, trocken bleibenden Gebieten zu finden. Bei diesem Siedlungstyp bedeutet der Graben sowohl ein Schutzsystem, als auch die Trennlinie zwischen zwei Siedlungseinheiten (Teil und äußeres Siedlungsteil). Diese Siedlungen ragen im Allgemeinen inselartig aus ihrer wasserbedeckten Umgebung auf. In die zweite Kategorie gehören die auf dem Hochufer der Flüsse stehenden Siedlungen. Diese befinden sich auf hervorragenden Stellen des Hochufers, die von drei Seiten durch Wasserläufe natürlich geschützt wurden. Auf der in Richtung der Hochebene liegenden Seite wurde die Siedlung mit einem künstlichen Graben geschützt. Außerhalb dieses Grabens sind die äußeren Siedlungsteile. Zu dieser Kategorie rechnen wir die Siedlungen Pocsaj-Leányvár, LétavértesKopaszhegy und Csökmö-Cserepes Budai domb. Die Umgebungsverhältnisse dieser Siedlungen weichen von denen der ersten Kategorie ab. Zu allen untersuchten Siedlungen gehörte auch ein sogenannter äußerer Siedlungsteil, der mit dem zentralen Teil eine enge geographische Einheit bildete. Die Existenz und die Bedeutung dieser Letzteren hat die Forschung bis heute nicht genügend untersucht, obwohl die zwei Siedlungeinheiten zusammen den Lebensraum der damaligen Gesellschaften gebildet haben. Die direkt neben den Tellsiedlungen existierenden äußeren Siedlungsteile geben uns eine Erklärung darauf, wieso wir auf dem untersuchten Gebiet keine nur aus einer Schicht bestehende, dörfliche, sogenannte Satellitensiedlungen haben finden können. Wegen der Dichte des Siedlungsnetzes (je nach 5-10 Kilometer eine Teilsiedlung) und der Größe des ehemals mit Wasser bedeckten Territoriums können wir diese Tellsiedlungen nicht eindeutig als Zeichen der damaligen hierarchischen Siedlungsstruktur und der gesellschaftlichen Stratifikation werten. Bei der Ausbildung der Siedlungsstruktur haben die gegebenen geographischen Verhältnisse auch eine wichtige Rolle gespielt, aber allgemein entspricht das hier gezeigte Siedlungsbild nicht dem, was wir über die Siedlungsstruktur der hierarchisch organisierten Gesellschaften wissen. | 114