H. Bathó Edit – Horváth László – Kaposvári Gyöngyi – Tárnoki Judit – Vadász István szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 15. (2006)
RÓBERT BAGDI-GÁBOR DEMETER: DIE ROLLE DER GEOGRAFISCHEN GEGEBENHEITEN IN DER KONTAKTHALTUNG ZWISCHEN DEN GEMEINDEN UND BEI DER ASSIMILATION DER RANDGEBIETE AM BEISPIEL DES KOMITATS SÁROS
RÓBERT BAGDI - GÁBOR DEMETER DIE ROLLE DER GEOGRAFISCHEN GEGEBENHEITEN IN DER KONTAKTHALTUNG ZWISCHEN DEN GEMEINDEN UND BEI DER ASSIMILATION DER RANDGEBIETE AM BEISPIEL DES KOMITATS SÁROS In dieser Studie wurde - am Beispiel des Komitats Sáros - das Verhältnis und die gegenseitige Wirkung des über verschiedenen ethnischen Hintergrund verfügenden Zentrums und der Periferie bekannt gemacht. Es wurde festgestellt, dass sich - obwohl die Bewohnerschaft des Randgebietes recht mobil ist und über ausgebreitete wirtschaftlich-gesellschaftliche Beziehungen verfügt - in der geprüften Periode dennoch keine entscheidenden Veränderungen in den ethnischen Verhältnissen des Komitat Sáros abspielten. Das ist einerseits der verkehrsgeografischen Situation innerhalb des Komitats, andererseits - im Falle der Randgebiete - der ständigen ergänzenden wirtschaftlichen und kulturellen Wirkung der Nachbarnkomitate als Anziehungszentren und Hinterländer bei den Ruthenen zu verdanken. Dies alles war im Falle der Ruthenen am Randgebiet zur Zeit des Erwachens zum nationalen Bewusstsein dazu als genügend erwiesen, dass sie sich dem sprachlich ähnliche Einheit vetretenden Slowaktum nicht assimilierten, ein Jahrhundert früher wurde aber bei dem in den Haupttälern lebenden und ihren Kontakt zu dem sprachlichen Hintergrund verlierenden Ungartum von Sáros ein abweichender Ausweg getroffen. Es muss also das Folgende festgestellt werden; falls der kontinuierliche Kontakt unterbrochen wird, bedeutet dann die zentrale Lage lieber einen Nachteil. Wenn aber eine Gemeinschaft ein starkes Hinterland hat, ermöglicht die Lage im Randgebiet die Beharrung auch dann schon, wenn die auf dem Randgebiet Lebenden zueinander den ständigen Kontakt schwierig halten können, aber zum Hinterland, bzw. der abweichenden sprachlichen Einheit über zahlreiche Beziehungen verfügen. Obwohl die Ruthenen von Sáros eine bedeutende Migrationspotenz hatten und für die Beziehung zu den slowakischen und ungarischen Gegenden offen waren, erfolgte kein Raumverlust. Zugleich ist das wegen der Auswanderung großer Zahl zweifellos, dass der gesellschaftliche Grund der ethnischen Basis recht schwächer geworden ist, und dessen Ursache teilweise die Politik war, in deren Folge in den nördlichen Teilen von Sáros alle großen wirtschaftlichen Investierungen fehlten. (Darauf kann aber so reagiert werden, dass sie sonst die Zerstörung der ethnischen Raumstruktur hervorgebracht hätten, aber zwischen 1880 und 1910 gelang dies in Bihar trotzdem auch so nicht, dass mindestens ein kleiner Teil der Besiedlungen auf der ethnischen Berührungsfläche zugunsten des Ungartums geschehen ist - obwohl die gewollte Absicht nicht zu beweisen war.) 223