Horváth László – H. Bathó Edit – Kaposvári Gyöngyi – Tárnoki Judit – Vadász István szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 13. (2003)
Was Szolnok Auch Landesweit Bekannt Machte
nok oder in seiner Umgebung arbeitenden ungarischen Maler. (Um lediglich einige von ihnen zu erwähnen: László Mednyánszky, Pál Böhm, Antal Ligeti, Miksa Brück, Imre Knopp, Ödön Kacziány, Gyula Kosztolányi-Kann, Tivadar (Flesch) Feledi, Ferenc Paczka, Artúr Tölgyessy, Tivadar Zemplényi, Béla Spányi, Illés Aladár Edvi.) Aber zur Jahrhundertwende knüpften sich schon auch mehrere Künstler, deren Name in Verbindung mit anderen Kunstorganisationen oder in anderer Hinsicht bekannt worden war, der Stadt an, obwohl sie durch mehrere Jahre lange Tätigkeit mit dem Zagyva-Ufer schon verbunden waren. Hier denken wir z. B. an die Aktivität von József Koszta oder an die von Izsák Perlmutter oder Béla Iványi Grünwald, der später die Kolonie in Kecskemét gegründet hat. Neben der Gestaltung der bildenden Kunst aus dem 19. Jahrhundert wird auch das sie aufnehmende Publikum vorgestellt: das ist die sich kapitalisierende und 1876 zum Komitatssitz werdende Stadt mit ihrer Industrialisierung, ihren Bauten und mit dem Ausbau ihres Verkehrs. D.h. die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen der sich rasch entwickelnden Stadt am Theiß-Ufer. Dies alles in Betracht nehmend hat sie auch ihr Vorleben in der Kunst zur Jahrhundertwende fast prädestiniert, eine Künstlerkolonie ins Leben zu rufen. Als dessen Folge wurde am 28. April 1901 das geschäftführende Gremium, das die Künstlerkolonie organisierte und die Ataliergebäude bauen ließ, gegründet: der Szolnoker Kunstverein. Der Kunstverein sammelte die Versprechen des Kultusministeriums, des Komitats und der privaten Fördernden zusammen und erfüllte sie, ließ die Ataliers der Kolonie aufbauen und übergab sie am 29. Juni 1902 den 8 gründenden Mitglieder-Künstlern. Es ist sehr wichtig, den Bau, die Anfänge, die Aktivität, das Organisationssystem und die Ordnungen der Kolonie bekannt zu machen, weil die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ununterbrochene Tätigkeit des Vereins in bedeutendem Teil von seiner darin geführten Teilnahme gehangen hat. Von der Gründung der Kolonie an begleiteten wir die gegenseitige Anpassung der Künstler und der Bürger der Stadt und ihre enge, einander helfende Mitwirkung mit Aufmerksamkeit. Die Künstler der Szolnoker Künstlerkolonie spielten immerhin im Kulturleben der Stadt eine bestimmende Rolle. In dessen Folge konnte Szolnok die anderen Städte überragen und ihre Künstlerkolonie verschaffte sich für ihr Zentenarium einen Landesruf. 389