H. Bathó Edit – Kertész Róbert – Tolnay Gábor – Vadász István szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 12. (2001)

Tiszaszőlős-Aszópart. Eine Frühe Siedlung der Alföld-Linienbandkeramik

KATALIN KOVÁCS TISZASZŐLŐS-ASZÓPART EINE FRÜHE SIEDLUNG DER ALFÖLD-LINIEIMBAIMDKERAMIK lm Sommer 1987 führten Judit Tárnoki und János Cseh in der Gemarkung von Tiszaszőlős eine Fundrettung. Wahrend der Boden­arbeiten kamen Funde von den zwei Hochufern Tiszaszőlős-Aszópart und Tiszaszőlős-Alsórétipart hervor. Die Objekte, die in der grossen Ungarischen Tiefebene zur Zeit der Linienbandkeramik zu rechnen sind, lagen auf dem Ufer Aszó. Dieser vorherige Bericht bescháftigt sich nur mit den Funden der ersten Phase dieser Kultur (Szatmár II). Von den Keramikformen und Verzierungen kennen wir die bestén Paralellel der bemalten und radierten Motive vom Fundort Tiszavalk-Négyes. Aufter diesen bekráftigen auch ein Idolbruch mit dreieckigem Gesicht, Geschirrbruch mit Sichlerprofil und auch der Knochenlöffel die Eingliederung zu der Phase I. der Kultur. Der weiteren, den Erwerb des Obsidians zielenden Verbreitung der aus Mittel-Siebenbürgen den Fluss Szamos entlang aufwárts zie­henden, sich im Gebiet des TheiRrückens ansiedeinden Bevölkerung setzte die mittel-europaische—balkanische agroökologische Barriere Grenzen (KEB AÖB). Auch der Erwerb des Obsidians gab die Anregungskraft, wo sich auf diesem ökologischen Grenzgebiet eine neue wirtschaftliche und kulturelle Form ausstaltete. Auch die örtliche mesolithische Ein­wohnerschaft hat wahrscheinlich auf die sich ausbreitenden Gruppén eine Wirkung ausgeübt, aber derén Maíü kann vorláufíg nicht festgestellt werden. Chronologisch ist die erste Phase der Kultur der Ausbildung der mittleren neolitischen Kulturen vom Balkan fást gleichen Taktes (Ciumesti (Piscolt)-Dudesti l-Vinca A—Zlatarski—Karanovo lll-Protokakajn (Kakajn)-Danilo I), auf der Tiefebene steht sie mit dem jüngsten Abschnitt der Körös-Kultur, der Zeitperiode, die von anderen Protovinca benannt wird, im Transdanubien und in der West-Slowakei mit den Funden von Bicske—Becsehely—Bina—Nitra, bzw. mit dem jüngsten Abschnitt der Linienbandkeramik in einer Parallelé. 89

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