H. Bathó Edit – Kertész Róbert – Tolnay Gábor – Vadász István szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 12. (2001)
Der Mittelwechsel der Ernte und der Dresche in der Gegend von Kanizsa
Kovács Endre 1993 Földművelés egy bácskai magyar faluban. Budapest - Újvidék Kosa László - Diószegi Vilmos 1977 Aratás. In.: Magyar Néprajzi Lexikon. Budapest Nagy Gyula 1963 Hagyományos földművelés a vásárhelyi pusztán. Budapest Pánczél Imre 1912 Peng a kasza. In: Kanizsai Újság Pénovátz Antal 1975 A pacséri földművelés és állattartás szótára. Újvidék Szilágyi Miklós 1993 A gabona nyomtatásának utóélete a kisújszállási parasztgazdaságokban. Ethnographia. Budapest Tálasi István 1971 Az eszközváltás első 100 éve a magyarországi aratóműveletekben és késó'bbi következményei. Népi kultúra - népi társadalom. V-VI. Budapest Adatközlők: Bellér József (1922) - Dobó Imre (1908) - Kávai Ágoston (1926) - Muhi Gizella (1921) - Sándor Lajos (1932) - Sarnyai István (1935) - Tillinkóné Major Julianna (1946) ZOLTÁN KLAMAR DER MITTELWECHSEL DER ERNTE UND DER DRESCHE IN DER GEGEND VON KANIZSA Die Studie prüft den im 20. Jahrhundert in der Bauernkultur der Verwaltungseinheit (opstina) der Stadt Magyarkanizsa an der TheiGgegend von Nord-Bácska, das heute zu Jugoslawien gehört, durchgeführten Mittelwechsel der Ernte und der Dresche. Der Mittelwechsel der Ernte zu der Sense begann noch vor dem Ersten Weltkrieg, als die reichen Bauern der Gegend die Garbenbindmaschinen zu kaufen anfingen. Das Gerát war teuer und forderte starke Zugkraft, deshalb war seine Erscheinung zufállig. Es konnte die Ernte mit der Sense nicht abdrángen, die Máhart überlebte die Dreschmachinen und einige Jahre láng wurde auch neben den Erntemaschinen das Getreide auch weiterhin mit der Sense gemáht, weil die Maschine viele Korner ausstreute. Die Ernte mit der Sense hielt sich bis zum Anfang der 60er Jahre auf den Feldern. Die Abdrángung der Dreschmaschine begann schon allmáhlich im Körnergewinn, mehrere Jahrte arbeiteten schon die Erntemaschinen auf den Feldern, wáhrend der Weizen in den Bauernhöfen immer noch mit der Sense gemáht wurde. Das Weiterleben der Technik ist teilweise mit dem Konservativismus der Betriebsorganisation zu erkláren, teilweise ist es der Unvollstándigkeit der neuen Maschine zu verdanken. In der Anfangszeit streuten die Máhdrescher tatsáchlich viele Korner aus und sie konnten das sich gelagerte Getreide auch nicht máhen. Weiterhin wurde es von den Bauern nicht mit Einverstándnis betrachtet, dass die Maschine hohe Druckwiese hinter sich hatte, so hatte der Bauer námlich weniger Stroh. Für die Beschleunigung des Mittelwechsels wurde endlich vom Sortenwechsel entschieden. Die neuen Weizensorten mit den kurzen und harten Halmen waren weder zum Máhen noch zum Garbenbinden geeignet, deshalb wurde mit der Ernte mit der Sense aufgehört. Von den traditionellen Körnergewinnarten war dem Druschen noch ein wenig auf die Spuren zu folgen, aber diese Art war nur noch hie und da in den Bauernhöfen zu finden und nach dem Ersten Weltkrieg wurde auf dem geprüften Gebiet nirgendwo gedroschen. Die Dreschmaschine erscheint in der zweiten Hálfte des 19. Jahrhunderts in der Gegend und sozusagen mit einer stürmischen Geschwindigkeit drángt sie die traditionellen Körnwergewinnmethoden aus. Der Bauerntum auf dem Lande ist mit der Arbeit der Maschine zufrieden und blickt auf die in der zweiten Hálfte des 20. Jahrhunderts erscheinenden Erntemaschinen ziemlich mifjtrauisch. Anfang der 60er Jahre arbeiten Dreschmaschinen immer noch auf den Feldern von Magyarkanizsa. Die Ausdrángung der Dreschmaschinen steht im wesentlichen mit dem Sortenwechsel des angebauten Getreides in engem Zusammenhang, mit der Ausdrángung der Ernte mit der Sense verlor auch die Dreschmaschine námlich an ihrer Bedeutung. In unseren Zeiten wird die Sense als Máhgerát nicht mehr benutzt, aber unter den Mitteln der Bauernhöfe finden wir sie immer noch und wenn es nötig ist, kann sie wieder hervorgenommen werden. Der vom Gewitter gelagerte Weizenacker wird damit gemáht, wie auch andere traditionelle Wirtschaftsmethoden und Mittel werden in den Gehöften verwendet, wenn es von den Umstánden so bestimmt wird, was die Kraft der Tradition beweist. 233