H. Bathó Edit – Kertész Róbert – Tolnay Gábor – Vadász István szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 11. (1999)
Tierknochenfunde des spätawarzeitlichen Gräberfeldes von Halimba
5. táblázat Késő avar Artenzusammensetzung der Tierknochenfundse spätawarischer Gräberfelder aus Ungarn. Sírok száma / Gräberzahl Halimba Gyenesdiás Sopronkőhida Vác Ács sírok / Gräber mit Tierknochen 486 43 145 708 Ács sírok / Gräber mit Tierknochen 288 34 58 317 Szarvasmarha/Rind 205 27 a 20 b 81 Juh/Schaf 51 28 c 9 d 24 Kecske-Ziege 1 1 e Sertés/Schwein 16 1 4 10 Ló/Pferd 3 8 f 4f Házilúd/Gans 1 1 Házityúk/Huhn 49 7 45 165 Tojás/Eierschalen 5 6 Kutya/Hund 1 Mezei nyúl/Hase 1 ISTVÁN VÖRÖS 486 Gräber eines spätawarzeitlichen Friedhofs wurden von Gyula Török zwischen 1961 und 1965 in Halimba aufgedeckt. In 291 Gräbern (59,8%) wurden Knochenüberreste von Opfergeschenken und Speisengaben beobachtet, von denen Tierknochenfunde von 268 Gräbern eingesammelt werden konnten. Im Awarenfriedhof von Halimba kamen Überreste von fünf Haussäugetieren (Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Pferd) und von zwei Geflügeln (Haushuhn, Hausgans) hervor. In 20 Gräbern gab es zugerichtete Tierknochen - Gerätsteil und Gebrauchsgegenstand aus Knochen (Rind- scapula, Schaf -tibia, Stangeteil des Rothirsches). In 215 Gräbern von den 268 (80,2%) waren Überreste nur je einer Tierrassen, in 53 Gräbern (19,8%) die von zwei oder mehreren Tierrassen zu finden. (Tabelle 1) Die häufigste Rasse ist das Rind (62,8%), ein Viertel davon nur das Schaf (15, %), das Haushuhn (15%), ,das Schwein (5%) und unter 1% kommen das Pferd, die Ziege und die Hausgans vor. Der Rindviehstand bestand aus zwei Rassen. Ihre Ristgrösse war klein und niedrig, bzw. mittelmässig und gross-mittelmässig. Unter den Rindern-Humerus verfügt 16 Stück über eine eigenartige 1 Matolcsi 1968. a - 27 ételadomány, 1 nyúzott marhabőr; b — 19 csonkolt koponya / Vörös 1995), 1 ételadomány; с - 13 ételadomány, 25 nyúzott birka; d - 1 csonkolt koponya, 1 fog, 7 ételadomány; e - nyúzott kecske; f — lovassír — lócsontváz. Rövidítések: F férfi N nő gy gyermek (N) leány, (F) fiú ? nem ismert nemű, vagy bizonytalan в bolygatott sír s sinister d dexter i jobb oldali b bal oldali neo neonatus inf infantilis juv juvenilis subád subadultus ad aduitus prox proximalis dist distalis epiph epiphysis diaph diaphysis fr fragmentum Distalis-Epiphysis-Form. (Bild 1) Das Haushahn ist klein, die Ziege und das Pferd sind niedrig, das Schwein ist mittelmässig und grossen Körpers. Als Speisengaben sind die Rippe, der Schulterbein-Teil (scapula humerus), sowie der Schenkel-Teil (femur) zu betrachten. Das Unterbein (tibia dist.), die Tarsus-Knochen, die Lendenwirbel und das s. g. Schaflangschwanzstück (Lendenwirbel + Kreuzwirbel ) sind nicht als Speisengaben zu betrachten. Mit den Opferngeschenken und Speisengaben zusammen waren auch die Messer begraben. Die Verteilung der Knochenfunde den menschlichen Geschlechtern nach enthalten die Tabellen 2 und 3, ihre Grabpositionen die Tabelle 4. Aus den fünf Gräbern des Friedhofs kam ein s. g. Mauleisengebiss-Glied mit sonstigen Gegenständen etwa von dem Rumpf der Verstorbenen hervor. Vom Mauleisenpaar des Gelenkeisengebisses kam immer nur ein Glied mit Ringel an den beiden Enden vor. Der seine ursprüngliche Funktion verlorene "Eisengegenstand" konnte eine schützende- behütende (?) Rolle erfüllen. TIERKNOCHENFUNDE DES SPÄTAWARZEITLICHEN GRÄBERFELDES VON HALIMBA 58