Kaposvári Gyula szerk.: Szolnok Megyei Múzeumi Évkönyv (1978)

László Szabó: WORTGESCHICHTLICHER HINTERGRUND EINES GEGENSTANDES

Holzgabel mit gespaltenen Zinken von Vác), in Kunszentmárton und Öcsöd wird die Holz­gabel mit gespaltenen Zinken oláhvilla (Walachengabel) genannt. Unsere Informátorén brachten die lokale Be­zeichnung bei der Erklárung eindeutig mit der Quelle der Anschaffung, mit den Verbreitern in Verbindung. Bei den Bezeichnungspaaren, die im Mittelpunkt der Untersuchung stehen, ist die Lage nicht so einfach. Unser Átlas erkundigte sich námlich ausführlich nach dem Ort der Verfertigung, der Quelle der Anschaf­fung, den Ubermittlern. So wurde es klar, dass die Oberlánder unser Komitat mit den beiden Typen ver­sorgt hatten, bzw. man die Holzgabel mit angebauten Zinken in den Gescháften bekommen konnte, oder diese Gabeln seltener von den örlichen Wagnern gemacht wurden. Es wáre alsó logisch, wenn die Holzgabel im ganzen Komitat tótvilla (Slowakengabel) genannt wor­den wáre, wenigstens der Typ von gespaltenen Zinken. Holzgabel mit angebauten Zinken Die Oberlánder heissen námlich im ganzen Komitat tó­tok (Slowaken), unabhángig davon, ob ihre Nationalitát slowakisch oder ungarisch ist. Slowaken heissen die Un­garn wegen der Fremdartigkeit ihres Paloczendialektes, da die ungewöhnliche Aussprache die Wirkung erweckt. dass sie nicht gut Ungarisch können. Es muss bemerkt werden, das váhrend Jazygien mit Holzgeráten von den Paloczen aus dem Mátra-Gebiet versehen wurde, wurde der gegenwártige Kreis von Ti­szafüred von den Leuten aus dem Hór-Tal versorgt, die nicht im Paloczendialekt sprechen. So könnte das als Erklárung dienen zur Unterscheidung der Holzgabel mit gespaltenen Zinken durch die Bestimmungswörter tót­magyar (slowakisch—ungarisch). Wahrscheinlich vermag auch das die Bezeichnung zu motivieren, obwohl es keine wichtige Rolle spielen konnte, da es sowohl in der Umgebung von Tiszafüred 170

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