Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)

Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet

Gefäß mit waagrecht geglätteter Oberfläche des Grabes 58 und der Topf des Grabes 33 können in eine längere Zeitspanne datiert werden. Auffallend ist, daß der einzige Gegenstand des Grabes 27 ein mitgegebenes, gebrochenes, sekundäre Benut­zungsspuren aufweisendes Gefäß war. Beschädigte Gefäße als Grabbeigaben können an vielen Fundstellen beobachtet werden. Im Falle von reicheren Gräbern wurden diese repariert beigegeben. Auf dem Krug des Grabes 3 von Tiszavalk wurde die Bruchfläche abgeschliffen. I76 Die im Grab 7 desselben Gräberfeldes gefundene Schüssel wurde an der Bruchfläche durchbohrt und die Teile befestigt. 177 Der gebrochene Rand des im Grab 17 vorgekommenen Gefäßes wurde ebenfalls abgeschliffen. 178 Das gebrochene Gefäß eines armen Männergrabes (Grab 14) wurde aber von den aufgezählten reicheren Gräbern abweichend nicht repariert. In Tiszakarád fand man zwei zusammengemachte Grabgefäße. 179 In den S-N-orientierten Gräbern von Tiszadob kamen aber keine beschädigten Gefäße vor. In drei Gräbern der ersten Gräbergruppe gab es Glasbecherbeigaben. Im Sarggrab 30 lag ein Exemplar an der rechten Hand des in ein Leichentuch gehüllten Mannes, im Sarggrab 30 - ebenfalls ein Männergrab - ein anderes an der inneren Seite des rechten Oberschenkelknochens und noch ein Exemplar an der äußeren Seite des rechten Unterarmes im Frauengrab 35. l8() Die konischen Glasbecher legten sich auf die Seite, sie wurden vermutlich neben den Toten in den Sarg gestellt. 181 In den Gräbern mit Glas­becherbeigabe gibt es keine Tongefäße, so gelten sie als Beigaben. 182 In Tiszadob kamen zwei Glasgefäße zum Vorschein. Beide lagen am Fuß der Toten, an der Stelle, wo die Tongefäßbeigaben am häufigsten vorkommen 183 Der Becher mit Glasfadenaufsatz lag im Männergrab 1 von Bugac-Pusztaháza ebenfalls am Fußende. 184 Die Glasgefäße tauchen im 2. Jahrhundert n. Chr. in den sarmatischen Gräbern mitunter auf. 185 Ihre Zahl nimmt nach den markomannischen Kriegen zu, in erster Linie in den Gräbern der von Osten kommenden neuen Einwanderer. In Vizesdpuszta legte man einen Glasbecher,' 86 der keine Parallelen hat, im Grab eines Bewaffneten in Vergesell­schaftung einer sarmatischen Schnalle, eines Schwertes mit Kalzedonknauf 187 und von 176 GARAM Éva - VAD AY Andrea 1990, Abb. 4/4. 177 GARAM Éva - VAD AY Andrea 1990, Abb. 12/2. 178 GARAM Éva - VADAY Andrea 1990, Abb. 18/11. 179 LOVÁSZ Emese 1987, 11. 180 Die Gräber 30 und 35 wurden durch Tiergänge zerstört, trotzdem ist die ursprüngliche Lage der Becher zweifellos. 181 Im entgegengesetzten Fall wären sie zerbrochen, und die Stücke hätten wegen des Gewichtes der auf den Sarg geworfenen Erde auf einer größeren Fläche gelegen. Im ungestörten Grab 29 wiesen sowohl die Lage als auch der Zustand des Glasfundes darauf hin. 182 KULCSÁR Valéria 1998, 66, Anm. 73: Nur die Tongefäße werden als Beigaben aufgezählt, mit den Glasgefäßen beschäftigt sich die Verfasserin wegen ihres seltenen Vorkommens nicht. 183 ISTVÁNOVITS Eszter 1993, Abb. 12/1 und Abb. 14/1. 184 PÁRDUCZ Mihály 1972, 126. 185 Kleinformatige römische Flaschen, Balsamarien, Becher und ein Gesichtsgefäß. VADA, Andrea 1989, 181. 186 VADAY Andrea 1986. 187 Von den Grabfunden wies nur der Kalzedonknauf auf das Schwert hin. 52

Next

/
Thumbnails
Contents