Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)

Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet

die Leiche eng eingehüllt wurde. 141 In dieser geschlossenen Lage kamen z. B. die Skelette der Gräber 3, 142 ll, 143 15 144 und vielleicht 17 145 in Tiszavalk vor. 146 Auch für die gemeinsame Benutzung des Sarges und Leichentuches gibt es Beispiele im Karpatenbecken. In den späten Gräberfeldern wie Sándorfalva-Eperjes-Ivótavak 147 und Tiszadob-Sziget wurden die Reste des Sarges und eines organischen Stoffes - im Grab 3 des vorher erwähnten Gräberfeldes 148 - und die Spuren eines Leichentuches - im Sarggrab 34 des letzterwähnten Gräberfeldes 149 - von den Ausgräbern beobachtet. Da kann das Sarg-Leichentuch-Vorkommen in Mezőszemere genannt werden. In Mezőszemere zeichneten sich die Umrisse des Sarges in einigen Gräbern klar aus, aber in einigen Fällen konnte man darauf nur aus der dunkleren Tönung der Erde schließen. Bei der Untersuchung der sarmatischen Bestattungen des Karpatenbeckens wurde es festgestellt, daß Sargbestattungen in diesem Areal nicht häufig vorkommen. 150 Auffallend ist, daß keine eisernen Sargklammern in Mezőszemere zum Vorschein kamen, es könnte nur verzapfte Brettersärge ohne metallene Zubehörteile bzw. ausgehöhlte Einbaumsärge 151 in den Gräbern gegeben haben. 152 Auf den Fundorten mit größerer Gräberzahl, z. B. in dem gut beobachteten Gräberfeld von Szabadka kamen auch Särge ohne eiserne Zubehörteile außer denen mit S- und [-förmigen Eisenklammern vor. 153 Die Lage war auch im Gräberfeld von Tiszavalk ähnlich. 154 Ende des 1. - Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr. tauchen schon die Holzsärge in den sarmatischen Gräbern auf, 155 und sie wurden bis in die Mitte des 5. Jahrhunderts n. Chr. benutzt. Von den Gräbern von Mezőszemere fand man im Grab 34 keinen Toten, und in anderen drei Gräbern gab es weder Sarg noch Leichentuch (31, 35, 54). Im Grab 43 konn­ten weder die Größe noch die Form des Sarges bestimmt werden. Auf einen regelmäßig 141 VADAY Andrea - SZŐKE Béla Miklós 1983, 86. 142 GARAM Éva - VADAY Andrea 1990, 174, Abb. 4. 143 GARAM Éva - VADAY Andrea 1990, 187, Abb. 15. 144 GARAM Éva - VADAY Andrea 1990, 189, Abb. 16. 145 GARAM Éva - VADAY Andrea 1990, 191, Abb. 18. 146 GARAM Éva - VADAY, Andrea 1990, 203. 147 Im weiteren: Sándorfalva. 148 VÖRÖS Gabriella 1985, 158, gräulichlila Spuren eines organischen Materials wurden aber um das Skelett auch in mehreren Gräbern beobachtet. 149 ISTVÁNOVITS Eszter 1993, 107, 109. 150 KULCSÁR Valéria 1998, 28. Im 23 % der von ihr untersuchten Gräberfelddetails, auf 45 Fundorten, insgesamt in 142 Gräbern gab es Särge. Das beträgt 9 % der Gräber! Die Zahl der Sarggräber konnte wesentlich höher sein, da wir über die Särge der früher vorgekommenen Besaitungen infolge der mangelnden Dokumentationen oder der schlechten Beobachtungen keine Information haben, bzw. nur die eisernen Zubehörteile darauf hinweisen können. 151 Die Särge, die am Kopf- oder Fußende breiter sind, könnten eher verzapft sein. 152 Die Einbaumsärge können mit größerer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, da die me­tallenen Zubehörteile bei der Bindung des oberen und unteren Sargelementes auch bei diesen häufig angewandt wurden. 153 SZEKERES László - SZEKERES Ágnes 1996, 20. 154 GARAM Éva - VADAY Andrea 1990, 203. 155 Zuletzt z. B. im Grab eines Jugendlichen (Grab 65) und eines Erwachsenen (Grab 125) in Füzesabony-Kastély-dűlő: FARKAS Csilla 2000, Abb. 4 und Abb. 125. 45

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