Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)

Z. Szalai Sándor: Gárdonyi Géza történelmi regényei

MÓRA Ferenc 1935 Utazás a föld alatti Magyarországon. Budapest. NAGY József 1978 Eger története. Eger. SCHÖPFLIN Aladár 1912 Előszó a regény (A láthatatlan ember) 1912. évi kiadásához. Budapest. 1937 A magyar irodalom története a XX. században. Budapest. SZERB Antal 1934 Magyar irodalomtörténet I-II. k. Kolozsvár. 1941 A világirodalom története I-III. k. Budapest. VERANCSICS Antal 1857-75 Verancsics Antal összes munkái. I-XII. k. Pest. Sándor Z. Szálai Die historischen Romane von Géza Gárdonyi Im Jahre 1894 hörte Géza Gárdonyi mit seiner journalistischen Tätigkeit auf und von dieser Zeit an widmete er sich nur noch mehr der Realisierung seiner schriftstellerischen Pläne. 1897 ließ er sich in Eger endgültig nieder und begann seine historischen Romane zu schreiben, die zum lebhaftesten Teil seines Lebenswerkes gehören. Zuerst verewigte er den ruhmreichen Sieg seiner neuen Heimatstadt gegen die Türken im Jahre 1552, mit dem die historische Stadt die Expansion der Türken aufhielt, dann brachte er durch die Erlebnisse eines griechischen Sklaven - im Rahmen einer hoff­nungslosen Jugendliebe - die Zeit der Hunnenherrschaft und deren Untergang, den Kampf des Christentums gegen das Heidentum den Lesern nahe. Der Roman „Isten rabjai" (Die Gefangenen Gottes) ist die Verarbeitung der Legende von Sankt Margarethe in Zusammenhang mit den wichtigsten Momenten der ungarischen Geschichte des 13. Jahrhunderts. Sándor Z. Szálai, der zwei Monographien und mehrere Essays über Gárdonyi pub­lizierte, analysiert diesmal dessen historische Romane unter Berücksichtigung des neulich zum Vorschein gekommenen reichhaltigen schriftstellerischen Nachlasses, wertvoller Dokumente, zum Beispiel seines Geheimtagebuches. Er beleuchtet die Entstehungsgeschischte und Hintergründe der Romane und sucht Antworten auf aktuelle Fragestellungen der Literaturwissenschaft. Es ist nicht schwer, das Geheimnis des Erfolgs des in zahlreichen Sprachen übersetzten Romans „Egri csillagok" zu enträtseln, aber nur wenige wissen, was für gründliche Forschungsarbeit notwendig war, um den Roman auf wahren Begebenheiten basieren zu lassen. Der Roman „A láthatatlan ember" (Der unsichtbare Mensch) steht mit den Werken der Großen Weltliteratur in struktureller und geistiger Verwandtschaft. Zum Beispiel mit Gustave Flaubert's Seelenanalysen in Salammbô oder mit den Werken Gottfried Kellers. Im Roman „Isten rabjai" bestecht Gárdonyis Stärke nicht in der monumentalen Darstellung der Geschichte, sondern im verfeinerten anekdotischen Stil und der reinen Poesie. Der große zeitgenössische Dichter, Endre Ady, würdigte diese Poesie mit den fol­433

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