Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)
Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet
Die Analyse des Gräberfeldes und des Fundmaterials' Im Gräberfeld kamen insgesamt 25 Gräber in drei Gräbergruppen vor (Abb. 2). Die ersten - westlichen - 19 Gräber können als eine, ein wenig unregelmäßige Reihenbestattung mit zwei Grabreihen betrachtet werden. Einander folgend bildeten sechs Gräber der nördlichen Reihe (Grab 41, 40, 32, 31, 30, 29) bzw. sieben Gräber der südlichen Reihe (Grab 42, 39, 38, 37 und das spätere Grab 36, das teils ins Grab 37 einschnitt, ferner das Grab 35 und 34) - in ein wenig verschiedenen Abständen voneinander und mit ein wenig abweichender Orientierung - regelmäßige Grabreihen in annähernd W-O-Richtung. Die Achse der nördlichen Grabreihe bog sich nach dem sechsten Grab (Grab 29) nach N-NO ab (Grab 28, 27, 26 und 59). Zwischen dem die südliche Grabreihe abschließenden leeren Grab 34 und dem letzten regelmäßig liegenden Grab der nördlichen Grabreihe (Grab 29) befand sich das Grab 33, das sich in das Reihensystem nicht einfügte. Fraglich ist noch die Zugehörigkeit des Grabes 58, das vom letzten Grab der südlichen Grabreihe (Grab 34) lim weit östlich entfernt - aber südlich vom letzten Grab der nördlichen Reihe (Grab 59) - lag. 94 Sowohl Männer- als auch Frauengräber kamen in dieser Gräbergruppe vor. Südöstlich von der Gräbergruppe I befand sich die zweite, mit drei Gräbern vermutlich einer Familie (Grab 11,43, 44). In diesen Gräbern lagen ein Mädchen, ein Junge und ein Kind. Die dritte Gräbergruppe, die ebenfalls einer Familie gehörte und aus zwei Frauengräbern und einem Männergrab bestand, lag östlich von der zweiten Gräbergruppe (Grab 54, 55, 56). Sowohl in der Gräbergruppe I als auch in der II lagen je ein Grab auf dem nördlichen und je zwei Gräber auf dem südlichen Teil der Gruppe. In der Gräbergruppe II und III wurden ein Mädchen und eine Erwachsene in den Norden liegenden Gräbern bestattet, und von den südlich befindlichen Gräbern bargen die westlichen 93 Im Laufe der Analyse werden die Details in erster Linie der im nördlichen Grenzgebiet des sarmatischen Barbaricums erschlossenen Gräberfelder mit S-N-orientierten Gräbern von Tiszavalk und Tiszadob-Sziget mit denen von Mezőszemere verglichen. Das wird nicht nur durch die Lage der Fundorte begründet, sondern auch durch ihre annähernd gleiche Datierung. Die komplette Veröffentlichung des verwandte Züge aufweisenden Gräberfeldes von Tiszakarád-Inasa (im weiteren: Tiszakarád) läßt auf sich noch warten, die Vorberichte (LOVÁSZ Emese 1982, 1985, 1987, 1989, 1992) sind zu einem Vergleich nur in einigen Fällen geeignet. Über die Fundorte Szihalom-Pamlényi-tábla (VÁRADI Adél 1997) und Szihalom-Budaszög (FODOR László 1997) gewinnt man einige Angaben aus einem Ausstellungskatalog. Auf dem letztgenannten Fundort setzte man die Freilegungen auch noch nach dem Erscheinen des Katalogs fort, so verfügen diese Angaben nur über einen Informationswert. Das Gräberfeld von Tiszadob-Sziget (im weiteren: Tiszadob) wurde von Eszter Istvánovits und Valéria Kulcsár in zahlreichen ungarischen und fremdsprachigen Artikeln publiziert. Von ihnen werden mehrere literarische Angaben über diese Fundstelle zitiert, wenn die Arbeit eine neue Information enthält. ISTVÁNOVITS Eszterl998 beruft sich in mehreren Relationen auf das Gräberfeld von Mezoszemere. Nachdem sie nur aufgrund des Ausstellungskatalogs arbeiten konnte (DOMBOROCZKI László 1997), und die Ausgrabungen auch später fortgesetzt wurden, sind ihre Angaben unstichhaltig. Das gilt auch im Falle der Gräberfelder von Szihalom-Pamlényi-tábla, Szihalom-Budaszög und Tiszakarád-Inasa. 94 Es wird bedingt der südlichen Gräbergruppe zugeordnet. 35