Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)

Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet

Grab 56 (Abb. 55) Die Länge der S-N-orientierten, regelmäßig rechteckigen Grabgrube betrug 223 cm, die Breite 86 cm und die Tiefe 80 cm. Grabindex: 2,59. Eine rechteckige, bräunliche Verfärbung wies im Grabschacht auf den 195 cm langen, am Kopfende (in Süden) 48 cm und am Fußende 43 cm breiten Sarg hin. Das im Sarg in gestreckter Rückenlage, mit leicht aufgezogenen Schultern liegende männliche Skelett blieb in schlechtem Zustand erhalten. Der Schädel zerbrach, die Knochen des Brustkorbes fehlten vollkommen und die Wirbel wie auch die Beckenbeine waren nur in Form von blaßen Verfärbungen zu sehen. Die Knochen der Hände und Füße gingen größtenteils zugrunde und die des rechten Unterarmes blieben nur teils erhalten. Die Länge des Skelettes war 160 cm. Funde: 1. Vor den Zähnen, oberhalb des rechten Schlüsselbeines kamen eine bikonische, sich grünlich verfärbte Glasperle und zwei weiße Glasperlen bzw. eine Karneolperle vor (Abb. 56. 2). 2.Unter den Perlen fand man einen kleinen Bronzering (Abb. 56. 1). 3.Daneben lag eine bronzene Zwiebelkopffibel, nach dem Schädel gerichtet. Die Deckplatte des Fußes, Bügels und Armes wurde in einem gegossen. Auf dem Fußende ist eine Punkt-Kreis-Verzierung zu sehen. Auf der Kante des Bügels läuft eine punzierte Punkt-Kreis-Verzierung. Die Achse des Armes ist aus Eisen, darüber wurde die silberne Hülse gebogen. Auf dieser Eisenachse dreht sich die Bronzenadel der Fibel. Auf dem En­de der Arme und des Kopfes sind Zwiebelknöpfe aus Silberblech. 90 Heute sind sie nur mehr teils zu sehen. Am Ansatz des Zwiebelknopfes und der Armhülse wurde ein aufge­wickelter Perlendraht angewandt (Abb. 56. 4). 4. Auf dem rechten Handgelenk befand sich ein Bronzearmring mit offenen Enden und dickem, rundem Querschnitt. Die Enden verdicken sich. Der Armring brach an einer Stelle, da wurde er mit einem Textilstück umgewickelt. Die Textilreste blieben im Rost erhalten (Abb. 57. 1). 5. Auf dem linken Handgelenk fand man einen ähnlichen Bronzearmring (Abb. 58. 2). 6. Auf der rechten Seite des Beckens lag eine Bronzeschnalle, der Dorn richtete sich nach dem rechten Unterarm (Abb. 57. 3). 7. Auf der Hüfte wurden die Gürtelbeschläge um das Skelett gefunden. Diese sind die Nachahmungen der sog. Propellerbeschläge. Sie wurden mit je drei Nieten von halb­kugeligem Kopf am 4-4,2 cm breiten, 4 mm dicken Ledergürtel befestigt. Sie sind ver­schieden. Einer der Niete ist in der Mitte hohl, und das Mittelglied ist nicht rund, sondern es wurde mit je zwei vorspringenden Gliedern verziert. Die anderen Stücke sind eher den klassischen Propellerbeschlägen ähnlich. Auf einem Exemplar kann man den doppelt ein­geritzten konzentrischen Kreis auf dem mittleren kreisförmigen Teil gut beobachten. In einem Fall wurde die Kante der senkrechten Stiele gezackt (Abb. 57. 5). 8.Neben den Bronzebeschlägen lag eine Riemenzunge aus Bronze. Das rechteckige Bronzeblech wurde entzweigebogen, und das entzweigebogene Ende am Gürtel mit zwei Nieten befestigt. Auf der gegengesetzten Seite wurde es auf dem gebogenen Ende in Längsrichtung tief eingeritzt (Abb. 57. 6). 90 Das Silberblech eines der Zwiebelknöpfe lag von der Fibel weiter entfernt, in der mittleren Gegend des Brustkorbes. 33

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